Home zurück

Agamen   (Arten Pfeil )

Familie: Kriechtiere - Reptilia
Ordnung: Schuppenkriechtiere - Squamata
Unterordnung: Echsen - Sauria
Zwischenordnung: Leguanartige - Agamidae


Agamenkarte Verbreitungsgebiet der Agamen (dunkelgrün)
- zum Vergrößern die Skizze bitte anklicken -

 

Agamen bewohnen einen großen Teil der 'alten Welt' und hier die verschiedensten Lebensräume. Das zeigt die große Anpassungsfähigkeit der Agamen. Außer in sehr kühlen Bereichen und im Wasser, findet man sie so ziemlich überall in dem bezeichneten Gebiet an. Sie bewohnen Steppenlandschaften ebenso wie Bäume und Wüstengebiete.
Sie haben sich durch verschiedene 'Tricks' den unterschiedlichen Lebensräumen angepasst. Da spielt die Art und Form der Schuppen ebenso eine Rolle wie auch die Länge des Schwanzes (Kragenechse, zum Steuern beim 'Flug' von einem Baum zum nächsten) und die Ausbildung der Füße mit breiten Hautsäumen, die das Laufen über Wasser ermöglichen. Alle Agamen können äußerst gut sehen. Das Auge ist das wichtigste und am besten entwickelte Sinnesorgan dieser Echsen. Sehr wichtig ist auch das Gehör. Der Geruchssinn ist nicht so stark entwickelt, allerdings besitzen die Agamen Riechzellen im Nasengang und auch das 'Jacobsonsche Organ'. Mit diesem Organ können die Tiere ebenfalls Gerüche wahrnehmen.

Fast alle Agamen (Dornschwanzagamen und Segelechsen nicht) ernähren sich überwiegend von tierischer Kost und in geringem Maße von pflanzlicher Nahrung. Die Nahrung besteht überwiegend aus Insekten aller Art bis hin zu Kleinsäugern. Manche Arten (Dornteufel) ernähren sich ausschließlich von Ameisen und Termiten und kommen somit für eine Terrarienhaltung nicht in Frage. Trinkwasser wird entweder direkt aufgenommen oder über die Haut aus der Luftfeuchtigkeit (artspezifisch), je nach Lebensraum.
Die Agamen sind überwiegend tagaktiv. Durch die Sonnenwärme 'tanken' sie ihre nötige Körperwärme auf, da sie nicht in der Lage sind, Eigenwärme zu speichern. So ist ergibt es sich, daß die Echsen eine Winterruhe halten, die von wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten reichen kann. Eine Winterruhe ist auch Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Fortpflanzung.

Der Artenschutz muß unbedingt beachtet werden, bevor man sich mit dem Gedanken der Anschaffung befasst. Zum Teil besteht für Arten eine Meldepflicht bei der zuständigen Behörde, zum Teil dürfen die Tiere frei gehalten und gehandelt werden. Die Dornschwanzagamen sind CITES-pflichtig. Das heißt, man benötigt eine entsprechende Bescheinigung, die auch der Behörde vorzulegen ist. Allerdings benötigt man zur Zucht und zum Handel keine Sondergenehmigung mehr. - Bitte unbedingt vor dem Erwerb mit der zuständigen Behörde sprechen, da sich die Bestimmungen laufend ändern.

 

Näher beschriebene Arten:
Bartagamen Bartagame Pogona, Arten
P. vitticeps ... Pogona vitticeps Übersicht der Themen
Japalura Bergagame Japalura
Uromastyx Dornschwanzagame Uromastyx
Moloch Dornteufel Moloch
kingii Kragenechse Chlamydosaurus kingii
Krötenkopf Krötenkopfagame Phrynocephalus
Nackenstachler Nackenstachler Acanthosaurus
Nackenstachler Schönechse Calotes
Segelechse Segelechse Hydrosaurus
Siedleragame Siedleragame Agama agama
Steppenagame Steppen- / Wüstenagame Trapelus
Wasseragame Wasseragame Physignathus
Wasseragame Winkelkopfagame Gonocephalus
eMail

© R.Kohlmeyer 1999 - 2007

Pfeil