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Winkelkopfagame - Gonocephalus grandis


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Winkelkopfagamen leben auf Borneo, Sumatra, der Halbinsel Thailand/Malaysia und auf der Insel Tioman.

Derzeit sind 16 Arten der Gonocephalus bekannt: G. bellii (Blaukehl-Winkelkopfagame), G. beyschlagi (Indonesische Winkelkopfagame), G. borneensis, G. chamaeleontinus (Chamäleon-Winkelkopfagame), G. doriae (Dorias Winkelkopfagame), G. grandis (Große Winkelkopfagame), G. interruptus, G. klossi, G. kuhlii, G. lacunosus, G. liogaster (Blauaugen-Winkelkopfgame), G. megalepis, G. mjoebergi, G. robinsonii (Robinsons Winkelkopfgagame), G. semperi und G. sophiae


Die Große Winkelkopfagame: Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Süd-Thailand und West-Malaysia über die Inseln Penang, Tioman, Borneo, Sumatra bis auf einige ihnen vorgelagerte Inseln (Manthey & Grossmann 1997). Hier wurden sie in Primärregenwäldern bis in 1400 Meter Höhe über NN gefunden. Hier leben die Agamen in der Uferstruktur (Bäume, Sträucher, Felsen) verschiedener Fließgewässertypen.

Die Männchen haben eine grünliche Färbung auf der Oberseite, der Bauch ist blau, die Seiten zeigen gelbe Flecken. Beine und Schwanz tragen bräunliche Querbänderungen. Die Weibchen sind an der Oberseite braun, der Bauch ist weiß bis gelblich.
Beide Geschlechter tragen einen Nackenkamm, der allerdings bei Männchen stark ausgeprägt ist. Bei den Weibchen ist dieser Kamm nur schwach ausgebildet. Die Männchen erreichen Gesamtlängen von ca. 52cm, Weibchen bleiben etwas kleiner.

Das Terrarium muß als Regenwald-Biotop eingerichtet sein. Die Größe sollte 100x50x100 für Jungtiere auf keinen Fall unterschreiten. Später muß das Terrarium durch ein größeres ersetzt werden.
Ein Wasserlauf und ein größeres Wasserbecken sollten unbedingt vorhanden sein. Ebenfalls sollten die Rückwand und die Seitenwände mit Ablagemöglichkeiten für die Tiere, gestaltet werden. Kräftige senkrechte und waagerechte Kletteräste (Korkäste) bieten den Agamen weiterhin gute Klettermöglichkeiten.

Zur Bepflanzung eignen sich Bromelien (geeignet: Vriesea), Efeutute, Gummibaum und Streifenfarn. Eine dichte Bepflanzung des Terrariums kommt dem Wohlbefinden der Agamen zu gute.
 

Männchen

Als Bodengrund verwendet man am besten Terrarienerde, die es im Zoofachhandel fertig abgepackt zu kaufen gibt. Wer das nicht möchte, kann auch ein Gemisch  aus Erde und Torf verwenden. Man muß allerdings beachten, das Torf sehr leicht austrocknet und dann sehr staubig werden kann (schädlich für die Tierlungen). Das Substrat soll 10-15cm hoch eingebracht und leicht feucht gehalten werden.

Die Temperaturen können am Tage zwischen 27 und 30°C liegen und in der Nacht auf 20°C absinken.
Die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 75 und 95% betragen.

Als Nahrung dienen: Grillen und Heimchen, Heuschrecken und Zophobas.
Auch nackte Mäuse und Eier werden nicht verschmäht.
 

Nachzucht


Es ist ist eine paarweise Haltung zu empfehlen. Eine Vergesellschaftung mit anderen Tieren ist nicht möglich.

Bei artgerechter Unterbringung lassen sich die Winkelkopfagamen recht einfach halten und züchten.

 

Es werden regelmäßig Nachzuchten angeboten, so dass man darauf achten sollte, keine Wildfänge zu erwerben.

Quelle: DGHT Datenbank und DATZ 1/2003

 

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© R. Kohlmeyer 01/2007

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