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Dornteufel - Moloch horridus


Australien-Moloch

  Verbreitung des Moloch: Zentralaustralien

Der Dornteufel (auch Wüstenteufel) erreicht eine Gesamtlänge von ca. 20 cm, die Weibchen bleiben etwas kleiner. Er lebt in Wüstengebieten Inneraustraliens. In seiner Heimat kann man ihn häufig in Gesellschaft von Artgenossen -auf Steinen sitzend- beobachten, wie er ein Sonnenbad nimmt. 

Moloch im Sand

Um über den heißen Sand laufen zu können, ist er mit langen Beinen ausgestattet. So kann er mit hoch erhobenem Körper die heißen Stellen überqueren.

Seine Körperbeschuppung mit langen Dornen und Schuppen soll vermutlich Angreifer abschrecken. Es dient in jedem Fall der Tarnung.


Seine Bewegungen sind langsamer als die anderer Agamen. Er bewegt sich häufig ruckartig, ähnlich wie ein Chamäleon. Bei Gefahr verharrt er sofort regungslos, auch wenn sich noch ein Bein in der Luft befindet.
Außergewöhnlich ist auch das Trinkverhalten der Dornteufel: sie kann trinken, indem sie einen Teil ihres Körpers (z.B. das Vorderbein) ins Wasser eintaucht. Durch die Kapillarwirkung zwischen den Schuppen zieht sich das Wasser hoch zum Mundwinkel.
 

Nahrung: Die Ernährung deckt der Moloch fast ausschließlich durch Ameisen. Man hat pro Malzeit bis zu 1.000 dieser Tierchen gezählt (Nach PIANKA, E.R. & H.D. PIANKA (1970): The ecology of Moloch horridus (Lacertilia: Agamidae) in Western Australia. - Cop., Washington, USA, 1970(1): 90-103 bewegt sich die Menge der aufgenommenen Ameisen normalerweise zwischen 650 und 1000-1500, wobei auch ein Tier gefunden wurde, das 2500 Ameisen aufgenommen hatte.). Vermutlich frißt er auch andere Insekten, aber darüber ist noch nicht viel bekannt. moloch
Fortpflanzung: Die Paarung erfolgt wie bei anderen Agamen auch, Winken geht der Paarung voraus. 2-3 Monate nach der Paarung legt das Weibchen bis zu 8 Eier in einem Erdgang ab.
Molochportät Der Moloch verlockt zwar durch sein bizarres Aussehen zum Kauf, er ist auch vereinzelt in Zoogeschäften zu finden. Von einer Haltung im Terrarium sollte man aber absehen, da sich diese Tiere hauptsächlich von Ameisen (ca. 1000 Stück pro Mahlzeit) ernähren. Man wird so ein Tier schwer ernähren können, auch wenn es heute bereits von der Futtermittelindustrie Ersatzfutter gibt. Die Haltung ist sehr heikel und sollte nur dem sehr erfahrenen Halter vorbehalten bleiben. - Schade, denn ein Foto kann die Schönheit und Faszination kaum 'rüberbringen, die diese Tiere ausstrahlen. Da könnte man leicht schwach werden ...

 

Tolle Eindrücke aus der Heimat des Moloch findet man hier: Ingrids Welt

 

(Quelle u.a.: 'Agamen im Terrarium' von F.W. Henkel / W. Schmidt, Landbuch-Verlag)

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