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Rote Regenbogenboa - Epicrates cenchria cenchria

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Diese zu den Schlankboas zählenden Schlangen unterteilen sich in mehrere Unterarten. Die bekanntesten sind die Braune Regenbogenboa (Epicrates cenchria maurus) und die Rote Regenbogenboa (Epicrates cenchria cenchria). 
Ich möchte mich hier auf die Rote Regebogenboa konzentrieren, da ich diese Schlangen selber halte.   

epiterri Die Rote Regenbogenboa bewohnt den nördlichen Teil Südamerikas (Brasilien) und hier die tropischen Regenwälder. Sie ist überwiegend terristisch (bodenbewohnend) und ernährt sich in der Hauptsache von kleinen Wirbeltieren, aber auch von Vögeln und Fledermäusen, falls sie diese erwischt. Die Rote Regenbogenboa erreicht eine maximale Länge von ca. 1,80m. Meist bleibt sie zwischen 1,20 und 1,50m (die Eltern meiner Tiere sind ca. 150 cm lang). E.c.cenchria gilt als ruhig und ausgeglichen. 
Auffallend ist das feine Schuppenkleid der Tiere. Diese irisierenden Hautschuppen, die die Schlangen, je nach Lichteinfall und Blickwinkel, in schillernden Farben erscheinen lassen, brachten ihnen den Namen Regenbogenboa ein.
epis im Knäuel Alter: wie die meisten Riesenschlangen erreicht auch Epicrates ein hohes Alter. 27 Jahre alte Tiere sind bekannt.


Zucht: 
Epicrates c. cenchria läßt sich im Terrarium gut vermehren. Die rote Regenbogenboa wird bereits seit vielen Jahren erfolgreich in Gefangenschaft gezüchtet. Nach einer Tragzeit zwischen 199 und 280 Tagen werden um ein Dutzend lebende Junge geboren, die eine Körperlänge von 32-41 cm und ein Gewicht von 19-35g haben.

Kauf: Meine Tiere stammen von einem Züchter. Wie unten zu lesen ist, bin ich äußerst glücklich mit meinen drei Schlangen, so daß ich hier wirklich nur raten kann: kauft bei einem Züchter. Schaut Euch dort die Terrarien an - und wenn Ihr so viel Glück habt, wie ich es hatte, bekommt Ihr Schlangen, die nur Freude bereiten! (Wer Interesse hat, ich gebe die Anschrift 'meines' Züchters gern weiter. Schreibt mir einfach.) Und noch was dazu: der Züchter ist immer ansprechbar, wenn doch einmal eine Frage auftaucht und natürlich auch dann, wenn man sein Glück einmal mitteilen möchte ;-)
Da die Tiere dem Artenschutz unterliegen (WA II), sind sie bei der zuständigen Behörde zu melden. 

Haltung: Epicrates c. cenchria benötigt ein geräumiges Terrarium, das Temperaturen von 26-27°C, nachts etwa 5° Absenkung und eine Luftfeuchtigkeit von 70-80 % bieten sollte. Für adulte Schlangen richtet man das Terrarium entsprechend der Regenwaldzone ein. Ein Kletterast sollte vorhanden sein, auch wenn die Tiere ihn eher selten nutzen. Bepflanzung ist machbar, aber nicht zwingend erforderlich. Eine schützende Unterschlupfmöglichkeit sollte unbedingt vorhanden sein. Das Wassergefäß soll groß und flach sein, da Regenbogenboas gern baden.
Zu beachten ist bei dieser Art: die meisten Epicrates lieben keine Wärme 'von unten'. Man muß also die Temperaturen mittels entsprechender Strahlungswärme einhalten. Heizkabel und -matten im Boden sind tunlichst zu vermeiden! So sagt die Literatur. Ich konnte das in meinem Glasterrarium nicht erreichen und war gezwungen, eine Heizmatte unter dem Becken zu installieren. Von anderen langjährig erfolgreichen Züchtern erfuhr ich dann, daß diese Züchter auch Heizmatten oder Heizkabel verwenden. Also bestätigt sich hier wieder einmal, daß es sehr unterschiedliche Erfahrungen in der Haltung gibt.
Die Jungtiere werden am besten in einfachen Boxen aufgezogen, später wechseln sie dann in größere Becken, in denen die oben beschriebenen Verhältnisse herrschen. Jungtiere benötigen etwas höhere Temperaturen, also etwa 29-31°C.
Ernährung: Im Terrarium lassen sich die roten Regenbogenboas gut mit Mäusen und jungen Ratten ernähren. Auf ausreichende Vitaminzufuhr (am besten über das Futtertier) ist zu achten.

Erfahrungen: Eher durch Zufall entdeckte ich einen Züchter, der Jungtiere abzugeben hatte. Und es waren genau die Tiere, die ich mir schon so lange wünschte! Sie sind wunderschön, absolut friedlich, aber neugierig und aktiv.
So besitze ich nun 1,2 Rote Regenbogenboas, bildschöne Tiere. Nachdem sie sich erst ein paar Tage in Ruhe einlebten,  unternahm ich den ersten Fütterversuch. Es klappte absolut problemlos. Auch mit den Häutungen haben die kleinen Boas keine Probleme.
Die Entwicklung der Tiere macht allerbeste Fortschritte. Sie sind problemlos in der Fütterung, häuten sich regelmäßig ohne Fetzen und sind nach wie vor absolut friedlich. Abends kommen sie aus ihren Verstecken und erfreuen den Betrachter mit ihrer Schönheit. An dieser Stelle ein Dank an den Züchter, der durch die Pflege, die sorgfältige Aufzucht und den Umgang mit den Tieren erheblich zu deren Gesundheit und sauberem Wesen beigetragen hat - DANKE Heinz !!!

Hier nun neue Fotos. Die Tiere sind jetzt etwa 70cm lang und wachsen weiter ...

Epicrates 02.06.00 Epicrates 02.06.00 Epicrates 02.06.00 Auf den Bildern links sieht man sehr schön, wie friedlich die Tiere sind, auch mit hungrigem Bauch ...
Auf dem dritten Bild sieht man sehr gut die schillernde Haut, die den Tieren den Namen Regenbogenboa gab.
Epicrates 02.06.00 Hier liegt die Schlange auf der Lauer nach Futter, sie wird auch gleich zuschlagen, obwohl sie kurz vor der Häutung steht. Epi-Farbe Dieses Bild ging zwar daneben (das Tier war zu schnell), aber man kann die Zeichnung sehr schön erkennen.

 

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