Bahama-Schlankboa - Epicrates striatus strigilatus


Epicrates striatus gehört zu den Schlankboas. Die Unterart E. s. strigilatus lebt, wie ihr Name schon sagt, auf den Bahamas und den umliegenden Inseln. Sie bewohnt dort sowohl den Bodenbereich wie auch die Baumregionen. - Die Schlange wird als bräunlich-schwarz mit unregelmäßigen Streifen und Flecken beschrieben. Da ich bisher nur wenige Fotos gesehen habe, beziehe ich mich in der Beschreibung hier auf Jungtiere: sie sind von der Grundfarbe hell, eher silber als braun. Seitlich ziehen sich breite Bänder aus unregelmäßigen Flecken, auf dem Rücken ist ein breites Band als Streifen zu sehen. Die Farbe des Musters würde ich als schwarz-braun bezeichnen, wobei auffällt, daß die Tiere durch ihr feines Schuppenkleid stark schillern - wie die Regenbogenschlangen.
Die Nahrung besteht in der Natur hauptsächlich aus Echsen, Kleinsäugern und Vögeln.

Haltung im Terrarium: E. striatus strigilatus wird noch relativ selten in Gefangenschaft gehalten, obwohl sie eine sehr attraktive Erscheinung ist. Mit einer Größe von etwa bis 180cm ist sie nicht übermäßig groß und gut zu halten.
Es wird für ein Pärchen ein Terrarium mit den Maßen 120x80x60 cm (LxBxH) empfohlen, 150x80x150cm halte ich für angemessener. Als Bodengrund eignet sich Terrarienerde oder spezielle Kleintierstreu aus dem Laborbereich (ähnelt im Aussehen Sägespänen, kann über gute Zoofachgeschäfte bezogen werden). Pflanzen sind für adulte Tiere nicht erforderlich, sie hätten im Terrarium keine Chance, den Tieren stand zu halten. Ein kräftiger Kletterast und genügend Versteckplätze (Korkrinde und umgedrehte Blumentöpfe) sollten angeboten werden, da die Tiere dämmerungs- und nachtaktiv sind und besonders am Tag Rückzugsmöglichkeiten benötigen.
Die Temperaturen sollen tagsüber zwischen 28 und 32°C liegen. Nachts und im Winter ist eine Absenkung auf etwa 22°C angebracht. Erreicht man das durch Licht und Strahler nicht, ist eine Bodenheizung ratsam. Die Luftfeuchtigkeit soll 65% betragen. Das erreicht man durch gelegentliches Sprühen.

Futter: Als Neonaten gehen sie schlecht ans Futter und müssen fast ausschließlich gestopft werden (Rinderherz oder Kükenschenkel). Später fressen sie dann Mäuse und Ratten. Es ist dann ratsam, die Tiere bei der Fütterung zu trennen, damit sie sich nicht gegenseitig gefährden durch ihre etwas ungestüme Art.

Zucht: Die Paarungszeit liegt zwischen Februar und April. Hat man zwei Männchen im Terrarium, sollte man jetzt eines entfernen, das es zu heftigen Kommentkämpfen kommen kann. Die Paarung selbst kann mehrere Tage andauern. - Nach einer Tragzeit von etwa sieben Monaten werden die Jungen geboren. Diese Epicrates-Art hat meist sehr große Würfe. 40-50 Jungtiere sind nicht selten.

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© R. Kohlmeyer 2000 - 2004

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