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Königspython - Python regius


Themen zum Königspython

Vorkommen Vorkommen und Wildfänge Majestät Faszination Königspython, 'Ballsnake'
Maße Maße des Königspython Start Ist er ein Einsteigertier?
Terrarium Terrarium Farben Farbzuchten
Futter Futter Erfahrung Erfahrungen
Kauf Kauf  Geschlecht Zucht: Geschlechter
Wildfang Wildfang, Farmzucht, Nachzucht Paarung Zucht: Paarung
Händler Händler, Online-Shop, Börse/Messe, Privatzüchter Zeitugg. Zucht: Zeitigung
Meldung Meldung, CITES usw. Zucht Nachzuchten
Weibchen groß Ein Wort zu Beginn: Der Königspython trägt seinen Namen sicher zu Recht. Er ist eine sehr schöne, majestätische Schlange, die sehr häufig in Terrarien gehalten wird. Leider wird besonders der Königspython sehr häufig von unerfahrenen Terrarianern erworben, die die auftretende Probleme zu spät erkennen und demzufolge zu spät reagieren. Diesen Umstand müssen jährlich viele Königspythons mit ihrem Leben bezahlen. 
Es wird besonders in den verschiedenen Foren im Internet immer wieder darauf hingewiesen, daß sich Einsteiger in die Terraristik diese Tiere nicht anschaffen sollten. Immer wieder liest man dann aber auch die Ignoranz der Interessierten Fragesteller. Gekauft werden die Pythons dann doch und es dauert nicht lange, bis die Probleme auftreten und die Hilferufe kommen. - Ein Königspython leidet lange still vor sich hin, um irgendwann 'ganz plötzlich' zu sterben. Ein Einsteiger ist damit überfordert und kann dies nicht rechtzeitig erkennen. Man sollte unbedingt erst mit weniger anfälligen Arten seine Erfahrungen sammeln! Dann allerdings steht dem Erwerb dieser wunderbaren Tiere nichts mehr im Wege.
Unser größtes Weibchen

Vorkommen: Der Königspython stammt von der Westküste Afrikas, genauer aus Bereichen vom Senegal über Ghana, Togo, Burkina Fasa und dem Nord-Kamerun bis Uganda. Hier bewohnt er vorwiegend Steppengebiete und nicht, wie häufig angenommen, den Regenwald!
Wildfänge? Besonders beim Python regius hat der Fang der Tiere in den Heimatländern zu erheblichen Problemen geführt. Zum einen ist jedes gefangene und exportierte Tier ein Eingriff in die Natur. Das ist bereits nicht im Interesse der ernsthaften Terrarianer und wir sind immer bemüht, keine Wildfänge zu erwerben. - Beim Königspython ist es aber weitgreifender. Diese Schlangen wurden über viele Jahre aus Ghana exportiert. Sie wurden zu Tausenden gefangen und außer Landes geschafft. Wenn man weiß, wie wenig Nachwuchs diese Schlange hervorbringt, wird man sich die Folgen für das Land ausmalen können... in Ghana kam es zu einer explosionsartigen Vermehrung von Nagern (die Fressfeinde waren ja weggefangen). Die vielen Nager stürzten sich verständlicherweise auf die Getreideernten und das Saatgut der Bevölkerung. Folge: Ernteausfälle und Hunger im Land! Wenn man sich vor Augen hält, daß nur aus Unüberlegtheit von irgendwelchen Tiernarren in diesen Ländern Kinder sterben mußten ...

Die Ghanaische Regierung hat die Ursache erkannt und den Export des Python regius verboten. Folge: die Schlangenfänger dehnten ihr Sammelgebiet auf Togo und andere Nachbarstaaten aus. Ich hatte vor etwa drei Jahren ein Gespräch mit einem Togolesen zu diesem Thema. Ich fragte ihn, ob sich die Population an Nagetieren in Togo erhöht hat. Er grübelte und kam dann zu dem Schluß: Ja, irgendwie schon. Ihm war aber nicht klar, wieso das so war. Ich berichtete von den Vorkommnissen in Ghana und wir diskutierten, ob sich dies alles in Togo wiederholen könne. Es kann ... allerdings ist Togo wohl zu klein und auf Exporte angewiesen ...
Jeder, der bisher gleichgültig diesem Thema gegenüberstand, sollte einmal nachdenken und sich fragen, ob man ausgerechnet Tiere aus Wildfängen, die in ihrer Heimat eine überaus wichtige Aufgabe haben, erwerben muß.

Bock aktiv

Maße: Python regius ist ein afrikanischer Python. Er ist dämmerungs- und nachtaktiv und erreicht eine Länge von 150cm, in Einzelfällen auch mehr. Die durchschnittliche Länge beträgt etwa 120 cm, das Gewicht eines gesunden Weibchens dieser Größe liegt um 1.200g. 
Beim Schlupf messen die Tiere 37-42 cm bei 40-65g. Damit zählt diese Art zu den kleinen Pythons.

Das adulte Männchen

 

Terrarium: ein Terrarium für ein Pärchen Python regius sollte 120x60x60cm (LxBxH) nicht unterschreiten. Besser wär es, wenn das Becken höher wäre (120x80x100), da die Schlangen sehr gern klettern und auf erhöhten Ästen liegen. Als Substrat kann man verschiedene Materialien verwenden. Gut bewährt haben sich z.B. Heimtierstreu, Repti-Bark, Rindenmulch, Torf oder Räucherspäne. Mulch und Torf sollten unbedingt vor Gebrauch im Backofen sterilisiert werden. Wir raten allerdings nicht gern zu Torf, da er sehr staubt, wenn er trocken wird.
Als Unterschlupf bietet man ein hohles Korkstück, einen umgedrehten Blumentopf mit Einschlupfloch oder ähnliches an. Ein Wasserbecken muß angeboten werden. Es muß groß genug sein, daß der Python bequem dort baden kann, was er sehr gern vor der Häutung tut. Das Wasser muß täglich gewechselt werden, da es auch getrunken wird. 
Pflanzen sind für das Klima immer sehr positiv, allerdings sind die Tiere nachts sehr aktiv und zerdrücken die Pflanzen in der Regel sehr schnell, aufgrund des hohen Körpergewichtes. - Man kann also gleich drauf verzichten.
Die Beleuchtung soll einen klaren Tag-/Nachtrhythmus erfüllen. Bei Temperaturen von tagsüber ca. 30°C und nachts um 24°C ist eine Beleuchtungszeit von 10-12 Stunden angebracht. Ob eine UV-Bestrahlung notwendig ist, ist derzeit noch umstritten. Viele Schlangenhalter lassen die zusätzliche UV-Beleuchtung bei Schlangen weg, andere schwören drauf. Wissenschaftliche Erkenntnisse dazu gibt es noch nicht.
Die Luftfeuchtigkeit soll je nach Jahreszeit (Regenzeit in der Heimat) bei 60 - 95% liegen. Die Werte erreicht man zum einen dadurch, dass die Wasserschale auf eine Heizmatte gestellt wird, zum anderen dadurch, dass man täglich leicht sprüht. Dabei muß beachtet werden, daß das Substrat niemals nass sein darf.

Futter: verschiedene Kleinnager; im Terrarium hauptsächlich Mäuse, Vielzitzenmäuse, Ratten und Grasratten, auch Meerschweinchen kommen in Frage. Bei Fütterung von toten Nagern muß eine zusätzliche Vitamingabe erfolgen. Ansonsten empfiehlt es sich, die Nager bestens zu versorgen (kein Pelletfutter, s. auch meine Nagerseite), dann kann auf Vitaminzusätze verzichtet werden.

Kauf eines Python regius: Einen Königspython zu erwerben, sollte in aller Ruhe erfolgen. Ja, ich weiß: das Terrarium ist eingerichtet, das Klima seit über einer Woche stabil - nun muß da auch der Köpy rein. Kann ich gut verstehen, aber trotzdem: lasst Euch gerade bei dieser Schlange einfach viel Zeit. Überlegt genau, was Ihr möchtet. Denkt darüber nach, wie es um die Wildfänge bestellt ist (s. oben). Und ein sehr wichtiger Punkt: Python regius erreicht ein stattliches Alter. 20 Lebensjahre sind nicht selten, von Einzelfällen weiß man anhand von sicheren Daten, daß sie über 40 (!) Jahre alt wurden.

Wo kaufe ich denn und was sind Farmzuchten und wie komme ich an Nachzuchten?
Hier gebe ich unsere Erfahrungen und Nachforschungen wieder. Du wirst hier nicht das lesen, was andere 'vom Hörensagen' weiter verbreiten, ohne den Themen auf den Grund zu gehen.

Meldung

Python regius unterliegt dem Washingtoner Artenschutzabkommen (WA II) und somit der Meldepflicht. Für WF und FZ benötigt man die entsprechenden Papiere bzw. die Import-Nummer. Für ältere Tiere ist k eine sog. CITES-Bescheinigung mehr erforderlich. Bei dem Erwerb von Nachzuchten muß eine Kauf- bzw. Übernahmebescheinigung (Muster hier) vorliegen. Die Tiere sind dann bei der zuständigen Behörde (unterschiedlich in den Bundesländern, aber meistens bei der unteren Landschaftsschutzbehörde) anzumelden. Diese Meldungen dienen der statistischen Erfassung und sind kostenfrei, aber gesetzlich vorgeschrieben. 

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