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Abgottschlange - Boa constrictor

Klasse: Reptilia
Ordnung: Squamata
Familie: Boidae
Art: Boa constrictor


(Alle Fotos können per Mausklick vergrößert werden.)

Boa M

Boa constrictor (und deren Unterarten) ist in Mittel- und Südamerika (Mexiko bis Nordargentinien) beheimatet. Dort bewohnt sie Gegenden von halbdürren Savannen bis hin zu den Bergwäldern des Regenwaldes. Jungtiere bewohnen überwiegend die Strauch- und Baumregionen. Ältere und adulte Tiere leben hauptsächlich auf dem Boden, was sicher mit der Größe und dem Gewicht der Tiere zusammenhängt. Boas sind dämmerungs- und nachtaktive Tiere. In der Natur wurden schon Boa-Weibchen von 5,60m gefunden. Im Terrarium erreichen die Boas diese  Längen aber nur selten.

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Männchen mit 2 Jahren

Weibchen mit 2 Jahren

Tagsüber liegen die Schlangen meist zusammengerollt in einem Unterschlupf und schlafen. Sobald die Dämmerung einsetzt, kommen sie hervor und beginnen mit der Futterjagd.
Als Würgeschlangen ernähren sich Boas von Kleinsäugern bis hin zu allen Tieren, die sie schlingen können. Auch Vögel gehören in das Beutespektrum der Boas.

Alle Boas sind lebendgebärend. Nach ca. 36 Wochen Trächtigkeit bringen sie zwischen 10 und bis zu 60 (je nach Art) Junge zur Welt. Die jungen Boas sind bei der Geburt bereits ca. 50cm lang.

 

Terrarienhaltung:  Das Terrarium sollte mitwachsen. Das heißt, es sollte während des Hauptwachstums der Tiere in der Größe dem Bedarf der Boas angepasst werden. Zu Beginn (für Jungtiere) wählt man ein Becken von mind. 80 cm Länge.
Das Terrarium wird dem Lebensraum entsprechend eingerichtet oder man hält die Tiere einfach auf Zeitungspapier.  Die zweite Lösung ist pflegeleichter und evtl. Hygienischer. Die erste Lösung ist für den Betrachter sicher schöner, erfordert aber mehr Pflege.
Grundsätzlich muß immer ein genügend großes Wassergefäß im Terrarium stehen, daß täglich frisch gefüllt wird. Das Gefäß soll so groß sein, daß die Schlange sich bei Bedarf hineinrollen kann. Das tun Boas besonders während der Häutungsphase sehr gern.

boam boam Nützlich ist es, den Tieren eine erhöhte Plattform oder genügend starke Kletteräste zu bieten, da sie sich auch gern an erhöhten Plätzen aufhalten. Auf einer Plattform kann man beispielsweise einen umgedrehten Blumentopf mit Schlupfloch aufstellen, der auch gern von den Tieren angenommen wird.

... nochmals das Männchen mit 2 Jahren...

 

Wichtig ist, daß die Unterschlupfmöglichkeiten für Schlangen nur so groß sind, daß die Tiere noch Hautkontakt zu den Wänden haben können. Die Schlangen brauchen dieses Gefühl der Sicherheit, um ruhen zu können. Die Ruhephasen wiederum sind wichtig für den Schlaf und für die gesunde Verdauung.

Wir verwenden für unsere Boas zur Zeit Repti-Bark als Substrat. Vorher hatten wir ein Gemisch aus Terrarienerde und feinem Kies im Verhältnis etwa 4:1. Beide Substrate haben sich bestens bewährt. - Im Terrarium für die Jungtiere befand sich ein kräftiger Kletterast und einige Pflanzen. Mit zunehmendem Wachstum der Tiere hatten die Pflanzen dann bald unter dem Körpergewicht der Schlangen verloren. 

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... und das Weibchen, gleichaltrig

Unterschlupfstellen boten wir mittels Korkrindenstücken. Im derzeitigen Terrarium, die Tiere sind jetzt fast 2m lang, befindet sich nur noch eine erhöhte Ebene, die auf Seitenwänden steht. Damit können die Boas sich sowohl auf diese Ablage als auch darunter einen Platz aussuchen.

Als Heizung verwenden wir sowohl Heizkabel oder Heizmatten (speziell für extrem kalte Winter) als auch die Strahlungswärme der Beleuchtung. Die Luftfeuchtigkeit wird mittels einem Wasservernebler reguliert, der sich in regelmäßigen Abständen automatisch ein- und ausschaltet. Dabei wird auch die äußere Luftfeuchtigkeit berücksichtigt, die ja auch Schwankungen nach sich ziehen kann.

Futter: Jungtiere nehmen in der Regel problemlos Mäuse als Futter an. Mit zunehmender Größe der Schlangen müssen auch größere Futtertiere angeboten werden. Beginnend bei jungen Ratten über mittlere Ratten, können unsere bequem ein ausgewachsenes Meerschweinchen oder eine große Ratte fressen. Da wir unsere Futtertiere selber züchten und dabei auf die beste und sehr ausgewogene Kost der Nager achten, verzichten wir auf zusätzliche Gaben von Vitaminpräparaten. - Ist man gezwungen, gefrorene Tiere zu verfüttern, ist eine derartige Zugabe aber unverzichtbar.

Sanzinia

Weitere Boa-Arten mit sehr schönen Fotos hier:

 

Sanzinia madagascariensis
(Hundskopfboa)

Unter www.boa-constrictor.de und www.boaconstristors.com
gibt es mehr Informationen zur Boa constrictor

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© R. Kohlmeyer 2000 - 2004

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