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Python molurus bivittatus - Burma Python 

oder auch: dunkler Tigerpython


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Tigerpython Python molurus zählt zu den großen Pythons. Diese Pythons erreichen Längen von 4-6m, von 8m langen Tigerpythons wird berichtet, diese Längen sind aber unbestätigt. Der Dunkle Tigerpython wird hingegen größer (6-8m) und massiger.
P. mulurus molurus (Heller Tigerpython) gilt als Nominatform. Es ist bisher unklar, ob es sich bei dem P. molurus pimbura (Heller indonesischer Tigerpython) um eine Unterart handelt oder nicht. Daher wird er noch zur Nominatform gerechnet. P.m.molurus ist vom Aussterben bedroht und wird daher imVerzeichnis der besonders zu schützenden Tiere WA I geführt. Die Unterart P. molurus bivittatus (Burma Tigerpython) ist zwar ebenfalls im Bestand bedroht, wird aber noch im WA II geführt.  -  Da sich der Status der Pythons jederzeit ändern kann, ist es empfehlenswert, sich vor dem Kauf über evtl. amtliche Auflagen zu informieren.

Tigerpythons leben im Bereich Indien, Indonesien, Pakistan, Nepal. Sie bevorzugen feuchte Biotope und halten sich überwiegend in der Nähe von Wasserstellen oder Bächen auf. P. m. bivittatus lebt im oder am Regenwald, wo er sich meist auf Bäumen, die über Wasserflächen ragen, aufhält. Bei Gefahr lässt er sich ins Wasser fallen und schwimmt eilig in ein sicheres Versteck. Tigerpythons suchen sich sowohl Ruheplätze auf Bäumen im dichten Blätterwerk, als auch am Boden in Laub oder Pflanzen.
Die Tiere sind dämmerungs- und nachtaktiv. Die bevorzugte Nahrung sind kleine und mittlere Säugetiere und Wasservögel. Größere Säugetiere (Wildschweine, Hirsche usw.) werden nicht gezielt erbeutet.
Die Zeichnung des Dunklen Tigerpythons ist hellgrau/-braun mit dunkelbraunem, speerspitzenähnlichen Muster mit großen Flecken. Die Bauchseite ist meist cremeweiß. Männchen bleiben kleiner als die Weibchen. Bei den meisten Männchen sind die Aftersporne kräftig ausgebildet, so dass eine Geschlechtserkennung in der Regel gut möglich ist.

tigerpython Der Python molurus bivittatus ist ein eher ruhiger, umgänglicher Vertreter und von daher zur Haltung im Terrarium geeignet, vorausgesetzt, der Halter hat auf viele Jahre genügend Platz. Das Terrarium muß der Größe der Tiere angepasst sein. Für einen juvenilen Tigerpython mit einer Länge von 2,50 m rechnet man ein Terrarium von 180x100x130cm (LxBxH). Später, bei einem Gewicht von 25-35 kg sollten es schon 6 Quadratmeter Grundfläche sein. Wird die Schlange noch größer, sollte man eine Fläche von 8 Quadratmetern anbieten. Das Terrarium wird als Tropenbecken eingerichtet (warm und feucht). Unterschiedliche Klimazonen schafft man, indem man Plattformen in verschiedenen Höhen an die Rückwand des Terrariums anbringt, die auch unterschiedlich warm beheizt werden. Die Tiere suchen sich dann den jeweils gewünschten Platz/Temperaturbereich aus.

Als Substrat kann man ein Sand-Erde-Gemisch, Rindenmulch, Repti-Bark oder Kleintierstreu (gefällt mir nicht, da schwer auf Schimmel zu überprüfen im großen Becken) verwenden. Ein kräftiger, verzweigter Kletterast und ein Höhle als Versteck gehören ins Terrarium. Wichtig ist natürlich ein sehr großer Wasserteil (die Hälfte der Bodenfläche wird empfohlen). Bei einem Terrarium für einen adulten Tigerpython ist zu überlegen, den Boden zu betonieren (Heizung ist dann sehr wichtig) und einen Wasserteil fest zu installieren. Ein direkter Wasserzu- und -ablauf muß ebenfalls vorhanden sein. Große Pflanzen kann man einsetzen, allerdings werden sie recht schnell von den kräftigen Tieren zerdrückt. 
Heizung: Der Wasserteil muß 24-26°C warm sein, die Lufttemperaturen sollen zwischen 26 und 32°C in unterschiedlichen Zonen liegen (s.o.), nachts etwa 5 Grad weniger. Beim Wasserteil lohnt eine Überlegung, die Wohnungsheizung anzuschließen. Ansonsten muß man auf Heizkabel zurückgreifen. Das Terrarienklima wird mittels HQL-Lampen mit 125-250W und Spot-Strahlern erreicht. 
Zur Beleuchtung werden HQL-Strahler oder mehrere Tageslicht-Leuchtstofflampen verwendet. Sind echte Pflanzen im Terrarium, muß ihnen spez. Pflanzen-Licht geboten werden. Die Beleuchtungsdauer beträgt 12-14 Stunden, im Winter 10 Stunden.
Die Luftfeuchtigkeit soll tagsüber bei 60-75% liegen, nachts bei etwa 90%. Die Tageswerte ergeben sich durch das vorhandene Wasserbecken in der Regel von allein, zum Abend hin setzt man dann eine Beregnungsanlage ein.

Der Burma-Python wird häufig in Terrarien nachgezogen. Die Tiere sind mit einer Größe von etwa 260cm (4-5 Jahre) geschlechtsreif. Nach erfolgreicher Paarung dauert die Trächtigkeit 2,5 bis 3 Monate. Dann werden etwa 30 Eier abgelegt. Das Weibchen bebrütet ihr Gelege. Während dieser Zeit nimmt sie kein Futter auf und verlässt das Gelege nur, um zu trinken. Nach ca. 60 Tagen schlüpfen die Jungschlangen, die beim Schlupf 60-70cm lang sind.

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