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Teppich-/Rautenpython - Morelia spilota variegata


(Die Fotos zur Vergrößerung bitte anklicken)


Morelia3 Der Teppichpython stammt aus dem südlichen Neu Giunea. Hier bewohnt er die Regenwälder. Er zählt zu den kleinen Pythonarten und erreicht eine Körperlänge von ca. 180cm. 
Die Grundfarbe ist schwarz (manchmal braun bis rotbraun) mit einer grüngelben (bis zu ocker) Bänderung. Die Tiere gelten als sehr ruhige und gut zu haltende Schlangen. 
Allerdings kann ich das von meinem Python nicht behaupten. Er beißt nach allem, was sich bewegt. Das sollte sich im Laufe des Wachstums ändern - hat's aber nie. 

Der Python hatte bei Übernahme eine Länge von etwa 65cm. Er bewohnte ein Aufzuchtbecken von 60x50x40cm. Das Becken war reichlich bepflanzt und wurde als Regenwaldterrarium täglich 2-3 mal mit lauwarmem Wasser besprüht. Später zog er in ein großes Terrarium ein, die Pflege blieb natürlich die gleiche. 
Der Teppichpython hält sich überwiegend auf seinem Kletterast auf. Hier liegt er tagsüber zusammengerollt und beobachtet aufmerksam das Geschehen außerhalb des Terrariums, wenn er nicht schläft. Nachts ist er aktiv im Terrarium unterwegs.

Wie bereits erwähnt, ist das Tier sehr reizbar. Es reagiert auf jede Bewegung.
Das hat aber auch zur Folge, daß er ein guter Fresser ist. Er bekommt als Futter Mäuse und später kleine bis mittlere Ratten. Auffallend ist, daß er nur vom Ast herab schlägt. Dabei nutzt er den kräftigen Ast zur Unterstützung des Würgeaktes. - Diese Beobachtung machte auch ein anderer Halter dieser Tiere.
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Inzwischen ist die Schlange schon einiges gewachsen und wie erwähnt, in ein anderes Terrarium umgezogen. Die schönen Pflanzen, die auf den Fotos zu sehen sind, wurden gnadenlos zerdrückt. Man muß also mit zunehmendem Alter der Schlange auch die Bepflanzung anpassen. Auf jeden Fall sind lebende Pflanzen für das Terrarienklima besser geeignet als künstliche. Da bleibt einem dann nur, das Terrarium von Zeit zu Zeit mit neuen Pflanzen auszustatten. Das kann man ganz gut lösen, in dem man die angeschafften Pflanzen zunächst selbst nutzt, z.B. ins Wohnzimmer stellt und sie dann bei Bedarf griffbereit hat. Das hat auch den Vorteil, das man unter Kontrolle hat, was in der Blumenerde steckt und was nicht (Dünger etc.).

Da dieser Python nie umgänglich wurde und bei der kleinsten Gelegenheit  blitzschnell versuchte, das Terrarium zu verlassen, mußte ich ihn aus gesundh. Gründen nach über fünf Jahren Pflege abgeben. Das fiel nicht leicht, denn trotz, oder gerade wegen seiner ungestümen Art war er mir sehr ans Herz gewachsen.

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© R. Kohlmeyer 2000 - 2004

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