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Die Baumratten (Capromyidae)


Baumratten sind Nagetiere aus der Teilordnung der "Meerschweinchenverwandten" (Caviomorpha). Diese Nager leben auf den Karibischen Inseln (Kuba, Jamaika, Bahamas, je nach Art, s.u.).
Hier bewohnen sie bevorzugt die Waldregionen oder bergige Gebiete. Sie sind fast ausschließlich bodenbewohnend, obwohl sie recht gut klettern können.

Baumratten ähneln den Ratten, sind aber nicht mit ihnen verwandt. Die Färbung reicht von grau bis bräunlich, je nach Art. Das Fell ist recht dick. Sie werden zwischen 20 und 50 cm groß, die Schwanzlänge ist artenspezifisch unterschiedlich.

Hutias (Capromys pilorides)
Foto: M. Elsner
 
Die Nahrung der Baumratten besteht aus Pflanzen oder Insekten und kleinen Wirbeltiere, je nach Art.

Über die Paarung ist noch wenig bekannt. Die Weibchen tragen etwas länger als Meerschweinchen. Die Jungen kommen aber genau wie Meerschweinchen mit Fell, Zähnen und geöffneten Augen auf die Welt. Damit sind die kleinen Baumratten in der Lage, sofort nach der Geburt vor Fressfeinden zu fliehen.

Die Hutias oder Jutias werden zunehmend in Gefangenschaft gezüchtet, um mehr über ihr Verhalten zu erfahren.

Es gibt fünf Gattungen mit einigen Arten der Baumratten:

  • Die Zwerghutias (Mesocapromys) leben fast nur mehr auf vorgelagerten Inseln von Kuba. Vier Arten der Zwerghutias sind bekannt.

  • Die Langschwanzhutias (Mysateles) leben auf vorgelagerten Inseln von Kuba. Fünf Arten sind bekannt.

  • Die Hutiaconga (Capromys) haben nur eine Art, den Hutia (Capromys pilorides). Er stammt von Kuba und ist als einzige Baumratte nicht vom Aussterben bedroht.

  • Die Ferkelratten (Geocapromys) leben mit zwei Arten je auf den Bahamas bzw. auf Jamaika.

  • Die Zagutis (Plagiodontia) leben auf Hispaniola.

Durch die Abholzung der Wälder und die Einschleppung von Ratten sind die Arten in ihrem Lebensraum gefährdet.

 

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