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Die helle Goldstachelmaus (Acomys russatus russatus)

Bericht und Fotos: Michael Elsner, kopieren nicht gestattet


Herkunft:  Nordost Ägypten, Palästina, Jordanien, Saudi Arabien, Jemen, Oman

Beschreibung: Die Helle Goldstachelmaus trägt ein goldfarbenes, stacheliges Fellkleid, das am Bauch in ein weiches weißgrau übergeht.
Die Kopf-Rumpflänge beträgt etwa 12 cm und der Schwanz misst etwa 5 cm. Sie sind tag- und dämmerungsaktiv

Ernährung: Die Ernährung besteht aus Sämereien, Grünfutter und div. tierischer Kost

   
Eigene Erfahrungen: Im Mai 2000 bekam ich von einem Bekannten 1.1 Nachzuchten. Da es bis dato kaum Haltungserfahrungen und brauchbare Literatur über diese Tiere gab,  musste ich mich an den Erfahrungen meines Bekannten orientieren. Ich halte die Tiere in einer Zuchtgruppe von 1.4, da es bei mehreren Männchen zu schweren Revierkämpfen kommt, die bis zum Tode führen.

Zur Haltung verwende ich ein ausgedientes Terrarium mit den Maßen  120x40x70 (LxBxH) cm.

Als Einstreu verwende ich in der einen Hälfte ca. 3cm Kleintierstreu, in der anderen Hälfte Rindenmulch. Über diese Grundeinstreu gebe ich einige Hände voll Heu, das von den Tieren als Versteck- und Nistmaterial genutzt wird.

Die Einrichtung besteht aus schweren Steinaufbauten, Ästen und Wurzeln, da die Mäuse trotz ihres plumpen Aussehens recht geschickte Kletterer sind.

Das Futter besteht aus Grassamen, Großsittich-, Exoten- und Katzenfutter (trocken). Auch die Gabe von tierischer Kost wie Heimchen und Grillen scheint bei den Mäusen zu einem gewissen Wohlbefinden zu führen.

Der Flüssigkeitsbedarf wird über die ständige Gabe von Äpfeln, Karotten, Salat und Granatäpfeln gedeckt, wobei der Anteil des Grünfutters höher sein sollte, da die Tiere zu einer schnellen Verfettung tangieren und dadurch zuchtuntauglich werden.

Die Zucht ist möglich. Die Tragezeit der Weibchen liegt bei 35 Tagen. Die Jungen kommen fast komplett entwickelt zur Welt und sind nach 14 Tagen selbständig. Die Wurfgröße liegt bei 1-3 Jungen, wobei auch schon Würfe von 4 Jungtieren vorgekommen sind, die aber eine Ausnahme darstellen.

Da die helle Goldstachelmaus auch tagsüber aktiv ist und durch ihr interessantes Aussehen besticht, wäre eine weitere Verbreitung dieser Nager sehr wünschenswert.

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© R. Kohlmeyer 2006 - 2007

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