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Die Kaktusmaus (Peromyscus eremicus)

Bericht und Fotos: Michael Elsner, kopieren nicht gestattet


Herkunft:  Südwüsten Amerikas, Nord-Mexiko, Baja-California und Several Nearby Islands

Beschreibung: Die Kaktusmaus hat ein weiches, silbergraues Fell, das an den Seiten in ein leichtes graugelb übergeht, wobei der Bauch reinweiß ist.
Die Körperlänge beträgt etwa 8 cm, der Schwanz misst ca. 9 cm. Kaktusmäuse tragen die für Wüstenbewohner typischen großen Ohren. Sie sind tag- und dämmerungsaktiv

Ernährung: Die Ernährung besteht aus Sämereien, frischem Grünfutter und tierischer Kost.

   
Eigene Erfahrungen:  Meine ersten Tiere bekam ich von einem Bekannten, der sie kurz zuvor selbst erworben hatte. Aber die Freude war von kurzer Dauer, da ich ein paar Tage später feststellte, dass es sich bei ihnen um 4 Weibchen handelte und es nicht sonderlich einfach war, ein männliches Tier zu finden, da Kaktusmäuse noch kaum gehalten werden. Nichts desto trotz bekam ich nach langem hin und her doch ein Männchen dazu. Da ich bis dato keine Erfahrungen mit ihnen hatte, gewöhnte ich das Männchen mit einem Schmusegitter an die Weibchen. 
Nach etwa 10 Tagen versuchte ich, das Männchen in die Gruppe zu integrieren. Das erwies sich als äußerst schwer, da es unter den Weibchen auf einmal zu Spannungen kam und eines der Weibchen aus der Gruppe ausgeschlossen wurde. Nachdem die Streitigkeiten unter den Weibchen scheinbar geklärt waren, kehrte Ruhe in die Gruppe ein. 
Die Haltung erfolgt in ausgedienten Aquarien mit den Maßen 100x30x30 cm, die mit einem Gitter abgedeckt sind, da die Mäuse ausgezeichnete Springer und Kletterer sind.

Als Einstreu verwende ich Hobelspäne, die ich ca. 2 cm dick einstreue. Dazu kommt in eine Ecke Heu, da die Tiere es als Versteck und Schlafplatz nutzen. Auch ist es wichtig, eine Möglichkeit für ein Sandbad zu bieten, damit das Fell nicht fettig wird. Hierzu verwende ich handelsüblichen Chinchillasand, da sich dieser durch seine Beschaffenheit am besten dafür eignet. 

Die Einrichtung besteht aus Ästen, Wurzeln und Kokosnuss-Schalen.

Das Futter besteht aus Großsittich-, Exoten- und Katzenfutter (trocken). Einmal die Woche bekom- men sie gekochtes Ei, Joghurt und Mehlwürmer (nicht zu viel, da die Kaktusmäuse sonst verfetten) oder ein paar Heimchen.

Der Flüssigkeitsbedarf wird über Obst und Gemüse gedeckt. Dafür gebe ich Äpfel, Karotten, Zucchini und Bananen. 
Da ich bei ausreichender Grünfütterung noch keine Trinkwasseraufnahme feststellen konnte, stelle ich keinen Trinknapf auf.

Die Zucht ist möglich. Die Tragzeit der Tiere liegt bei 3 Wochen, nach der die Weibchen im Schnitt 3-6 Junge zur Welt bringen.
Nach der Geburt saugen sich die Kleinen an den Zitzen der Mutter fest und werden von den Weibchen somit umhergetragen.

Die Jungen sind nach etwa 4 Wochen selbständig und können von den Alttieren abgesetzt werden.

Bei den Kaktusmäusen handelt es sich um sehr scheue Hausgenossen, die eigentlich nie zahm werden und somit nur für den Beobachter geeignet sind.
Da ich bis jetzt noch keine Mäuse hatte, die so ein ausgeprägtes Kommunikations- und Sozialverhalten haben, kann ich die Haltung nur empfehlen. Hier kommt jeder voll und ganz auf seine Kosten.
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© R. Kohlmeyer 2006 - 2007

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