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Die Fettschwanz-Rennmaus (Pachyoromys duprasi)
Bericht und Fotos: Michael Elsner, kopieren nicht gestattet


Herkunft: Nordrand der Sahara von Westmarokko bis Ägypten.

Beschreibung: Sie besitzen ein sehr weiches und flauschiges Fell. Die Rückenfärbung kann von einem grauen sandfarben bis zu gelbsandfarben variieren und ist deutlich von der weißen Bauchseite abgegrenzt.
Die Körperlänge beträgt bis zu 12cm und der Schwanz etwa 6 cm. Der Schwanz kann bei guter Fütterung bis zur daumendicke anschwellen, da er den Tieren als Fett- und Energiespeicher dient. Wie viele Wüstentiere, besitzt die Fettschwanz-Rennmaus große Ohrkapseln, welche zur Aufnahme der besonders in Wüsten vorkommenden tiefen, weitgetragenen Tierlauten  dienen.

Ernährung: der Hauptteil der Ernährung besteht aus Sämereien, frischem Grünzeug und einem hohen Anteil an tierischer Kost.

Eigene Erfahrungen:  ich halte die Tiere nur paarweise, da sie von Natur aus Einzelgänger sind, und sich nicht alle Tiere zur Gruppenhaltung eignen. Hierzu verwende ich ausgediente Aquarien mit den Maßen 80x30x30 cm, die mit einem Gitter abgedeckt werden, da mir schon einige Tiere entwischen wollten.
Als Einstreu verwende ich eine etwa 2-3 cm dicke Schicht von Hobelspänen.
Die Einrichtung besteht aus handelüblichen Wellensittichnistkästen, weil diese gerne als Schlaf- und Aufzuchtsplätze angenommen werden. Auch sind Rindenstücke und Wurzeln als Unterschlupf sehr gut geeignet.
Da sie ein sehr empfindliches Fell haben, darf auf keinen Fall eine Schale mit Chinchillasand fehlen, die von den Tiere gerne für Sandbäder aufgesucht wird.

Als Futter gebe ich Großsittich-, Exoten- und Katzenfutter (trocken), wobei ich mindestens 2 mal die Woche tierische Kost in Form von Heimchen, Grillen, Wanderheuschrecken und Melwürmern (von den Melwürmern nicht zu viel, da sie schnell zum verfetten der Tiere führen) verfüttere.
Der Flüssigkeitsbedarf wird über die Gabe von Obst und Gemüse, wie z. b. Äpfel, Karotten und Salat abgedeckt.

Die Zucht der Fettschwänze ist nicht jahreszeitlich abhängig und erstreckt sich über das ganze Jahr hinweg. Die Tragzeit der Weibchen beträgt 19-22 Tage. Nach dieser Zeit werden etwa 3-6 nackte und blinde junge geboren, welche nach etwa 29 Tagen selbständig sind. Bei der Aufzucht der Jungen trenne ich die männlichen Tiere ab, da ich den Weibchen in dieser Zeit einen sehr hohen Teil an tierischer Kost biete, welche bei den Männchen schnell zur Verfettung führt.

Da diese Tiere meist ein sehr liebes und zutrauliches Wesen haben, sind sie als Heimtiere sehr geeignet, was sich auch dadurch zeigt, das sie mittlerweile eine der am meisten gehaltenen Rennmäuse (außer den Mongolen) sind.

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© R. Kohlmeyer 2006 - 2007

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