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Die persische Rennmaus (Meriones persicus)

Bericht und Fotos: Michael Elsner, kopieren nicht gestattet


Herkunft: östl. Türkei bis Pakistan (bis in Höhen von 1800m)

Beschreibung: Das Rückenfell ist braun und deutlich vom weißen Bauchfell abgegrenzt.
Die Körperlänge beträgt etwa 12 cm und die Schwanzlänge etwa 18 cm. Der Schwanz ist behaart und hat am Ende eine schwarze Schwanzquaste. 
Sie sind dämmerungs- und nachtaktiv.

Ernährung: der Hauptteil ihrer Nahrung besteht aus Sämereien, Wurzeln, Knollen, Grünfutter und tierischer Kost.

 
Eigene Erfahrrungen: Ich halte die Tiere in Zuchtgruppen von 1.1 oder 1.2, wobei die Gruppen auch größer sein können, da diese Tiere ein sehr ausgeprägtes Sozialverhalten besitzen. Es wird vermutet, dass sie in der Natur in festen Kolonien leben, die sie gegen fremde Artgenossen verteidigen. Auch das Trommeln und Schwanzzittern dient zur Verständigung untereinander.

Zur Haltung verwende ich ausgediente Aquarien, die das Mindestmaß von 100x 30x 30 cm nicht unterschreiten sollten.
Als Einstreu nehme ich eine etwa 5 cm dicke Schicht Hobelspäne und darüber noch 5cm Heu, da die Tiere das Heu gerne zum auspolstern ihrer Nester nehmen. Die Einrichtung besteht aus schweren Gesteinsaufbauten und ungespritzten Obstbaumzweigen, welche die Tiere mit Vorliebe zernagen und fressen. Auch darf eine Schale mit Chinchillasand nicht fehlen, da sie regelmäßig für Sandbäder aufgesucht wird.

Als Futter verwende ich Grossittich-, Meerschweinchen-, und Katzenfutter (trocken) außerdem benötigen die Tiere immer frisches Heu, welches sie mit Vorliebe fressen. Ein bis zweimal die Woche bekommen sie Heimchen, Ei und Mehlwürmer.
Den Wasserbedarf decken die Tiere über Äpfel, Karotten, und Salat.
Bei der Fütterung sollte man mit den Mengen etwas vorsichtig sein, da die Tiere ihr Futter horten, und es somit ungesehen verwesen kann.

Ich konnte bei meinen Tieren noch keine erfolgreiche Zucht in den Wintermonaten feststellen, obwohl die Temperatur in den Räumen, wo sie gehalten werden, nie unter 20 Grad fällt. Die ersten Paarungen finden meist anfangs April statt. Nach etwa 22 Tagen kommen 3-4 Junge zur Welt, die nach etwa 3 Wochen selbständig sind.

Da die Perser sehr zutrauliche und imposante Tiere sind, welche durch ihre Eleganz und Annmut bestechen, sind sie für jeden Kleinsäugerfreak eine Bereicherung in seinem Bestand.

 

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© R. Kohlmeyer 2006 - 2007

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