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Die Vielstreifen-Grasmaus (Lemiscomys barbarus)

Bericht und Fotos: Michael Elsner, kopieren nicht gestattet


Herkunft: Senegal über Marokko und Tunesien bis in den Sudan und Tansania.

Beschreibung: Die Vielstreifen-Grasmaus hat ein borstiges Rückenfell, das mit vielen hellen und dunklen Streifen durchzogen ist, wobei der Bauch eine einheitlich helle Färbung aufweist. Die Körperlänge beträgt bis zu 14 cm, die Schwanzlänge bis zu 16 cm. - Sie ist dämmerungs- und nachtaktiv.

Ernährung: Der Hauptteil der Ernährung besteht aus Sämereien, frischem Grünfutter und tierischer Kost.

 

Eigene Erfahrungen: Bei der Haltung sollte man darauf achten, dass die Tiergruppen nicht zu goss gehalten werden, da die Mäuse sonst Reviere bilden und es zu starken Beißereien kommt, die oftmals zum Tode führen.
Ich halte die Tiere in Zuchtgruppen von 1,2 oder 1,3. Hierzu verwende ich ausgediente Aquarien in den Massen von 100 x 30 x 30cm, die ich jeweils mit einem Gitter abdecke, da die Tiere ausgezeichnet springen können.

Als Einstreu nehme ich eine etwa 4-5 cm dicke Schicht Hobelspäne und darüber noch etwa 5 cm Heu. Die Tiere bauen aus dem Heu Nester und Gänge, wozu sie das Heu in mühevoller Kleinarbeit in sehr feine Halme umwandeln.
Zur Einrichtung nehme ich handelsübliche Wellensittichnistkästen und Rindenstücke, wobei auch Kletteräste von den Tieren gerne genommen werden. Dafür eigen sich besonders ungespritzte Obstbaumzweige oder auch Äste von Hasel und Weiden.

Als Futter gebe ich Grassamen, Grossittich-, Exoten- und Katzenfutter (trocken). Einmal die Woche bekommen sie 5-6 Mehlwürmer (nicht zu viel, da die Würmer recht fett sind) oder ein paar Heimchen.
Den Flüssigkeitsbedarf decken diese Mäuse über Äpfel, Karotten und Salat. Da die Tiere bei Obst-/ Gemüsegabe so gut wie kein Trinkwasser aufnehmen, verzichte ich ganz auf die zusätzliche Wassergabe. Es muss aber immer genügend Grünzeug zur Verfügung stehen.

Die Zucht ist nicht immer ganz einfach, da sich die Tiere in ihrer Heimat nur in der Regenzeit verpaaren. Um sie zu simulieren, ist ein regelmäßiges Besprühen des Käfigs sehr hilfreich. Die Tragezeit der Weibchen liegt bei etwa 3 Wochen. Dann bringen sie 3 bis 5 Junge zur Welt, welche von den Müttern sehr mühevoll umsorgt werden. Die Männchen habe ich bis dato immer bei den säugenden Weibchen gelassen und noch nie schlechte Erfahrungen damit gemacht. Nach etwa 4 Wochen sind die Jungen selbstständig und können von den Alttieren abgesetzt werden.

Wichtig: Da die Steifengrasmäuse sehr stressempfindlich sind, sollte ihr Käfig etwas ruhiger stehen. Auch werden diese Tiere meistens nie richtig zahm! Daher eignen sie sich nicht als Streicheltiere und sind somit eher für den Beobachter geeignet.

 

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© R. Kohlmeyer 2006 - 2007

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