Nagerseite

Die afrikanische Zwergmaus (Mus minutoides)

Bericht und Fotos: Michael Elsner, kopieren nicht gestattet


Herkunft: Afrika, südlich der Sahara 

Beschreibung: Die Färbung ist von tief rötlich, über braun bis hellbraun, der Bauch ist weiß.
Die Kopf- Rumpflänge beträgt 3-3,5 cm, der Schwanz misst 2-2,5 cm.
Zwergmäuse sind dämmerungs- und nachtaktiv.

Ernährung: Sämereien, frischem Grünfutter und tierische Kost.

 

Eigene Erfahrungen: Ich halte diese Tiere in Gruppen von 2,3 und 2,4. Bei entsprechendem Platzangebot können die Gruppen auch größer sein.

Zur Haltung nutze ich ausgediente Aquarien mit den Maßen 60x20x30 cm. Die Becken werden mit Gaze abgedeckt, um ein Entweichen der kleinen Nager zu verhindern. 

Als Einstreu verwende ich Hobelspäne, die ich 3-4 cm dick einstreue. Darüber gebe ich eine Schicht Heu, da die Mäuse sich gern Gänge darin bauen. 

Die Einrichtung besteht aus Wurzeln, Kokosnussschalen und Rindenstücken, die die Tiere gern als Versteck und Schlafplatz nutzen. Kletteräste sind nicht erforderlich, da die Zwergmäuse keine großen Kletterer sind. 
Eine Heizmatte unter (!) dem Becken ist vorteilhaft, da die Zwergmäuse eine leichte Wärme benötigen. Die Luftfeuchtigkeit muss bei 50% liegen.

Das Futter besteht aus Großsittich-, Exoten- und Wellensittichfutter. Um den sehr hohen Protein- bedarf der Knirpse zu decken, streue ich Milchpulver über das Futter. Einmal die Woche bekommen sie animalische Kost in Form von kleinen Heimchen auf die sie richtige Hetzjagden veranstalten.
Bei der Aufnahme von Grünzeug, sind meine Tiere sehr wählerisch. Das einzige was sie annehmen sind Gurken-, und Zucchinistückchen.
Durch ihre geringe Körpergröße ist eine ausreichende Versorgung mit Wasser sehr wichtig! Da sie sich schon bei kurzfristigem Wassermangel angreifen und sich gegenseitig anfressen, um ihren Flüssigkeitsbedarf zu decken.
Die Zucht ist einfach. Nach einer Tragzeit von 19 Tagen werden 2-4 Junge geboren. Die Kleinen sind nach 3-4 Wochen selbständig und werden aus der Gruppe entfernt.

Zwergmäuse sind nicht allein wegen ihrer Geringen Körpergröße nicht als Streicheltiere geeignet. Durch unsachgemäßes Hantieren und Anfassen mit diesen Tieren kann man ihnen leicht Prellungen und Knochenbrüche zufügen.

 

eMail

© R. Kohlmeyer 2006 - 2007

Pfeil