Nagerliste

Artenteil - Mäuse


Eines zu Beginn: Hier geht es um Nager - Haltung und Zucht

Ob diese Nager dann als Liebhabertiere oder als Futtertiere Verwendung finden,
bleibt jedem selbst überlassen.

 

Wir unterscheiden verschiedene Arten von Mäusen. Der Gattung (lat. Mus) gehören ca. 20 Arten an. Dazu kommen über 120 Unterarten und diverse Zuchtformen (z. B. Wollmaus, Lockenmaus).
Hier soll es um einige der Arten gehen und auch um die, die eigentlich nicht direkt zu den Mäusen gehören sondern zur Familie der Wühler.
Durch Anklicken der jeweiligen Art gelangt man zu einer genaueren Haltungs- und Zuchtbeschreibung.

  Bezeichnung wisenschaftl. Name Eignung
Knirpsmaus Afrik. Knirpsmaus Mus muscoloides Liebhabertier
Streifengrasmaus Afrik. Streifen-Grasmaus Lemniscomys striatus Liebhaber- und Futtertier
Vielzitzenmaus Afrik. Vielzitzenmaus Mastomys coucha Futtertier, das Liebhabertier werden sollte
Zwergmaus Afrik. Zwergmaus Mus minutoides Liebhaber- und Futtertier
Gerbill Ägyptische Rennmaus Gerbillus gerbillus Liebhabertier
Gerbill Blasse Wüstenrennmaus Gerbillus perpallidus Liebhabertier
Brandmaus Brandmaus Apodemus agrarius Liebhabertier
Farbmaus Farbmaus - die Hausmaus Mus muscullus Liebhaber- und Futtertier
Rennmaus Fettschwanz-Rennmaus Pachyoromys duprasi Liebhabertier
Goldstachelmaus Helle Goldstachelmaus Acomys russatus russatus Liebhabertier
Kaktusmaus Kaktusmaus Peromyscus eremicus Liebhabertier
Kreta Stachelmaus Kreta-Stachelmaus Acomys minous Liebhabertier
Rennmaus Persische Rennmaus Meriones persicus Liebhabertier
Sinai Sinai-Stachelmaus Acomys dimidiatus Liebhabertier
Schneemaus Schneemaus Microtus nivalis - nicht zur Haltung geeignet -
Striemengrasmaus Striemengrasmaus Rhabdomys pumillio Liebhabertier
Vielstreifengrasmaus Vielstreifen-Grasmaus Lemniscomys barbarus Liebhabertier
Wollmaus Wollmaus - Zuchtform der Farbmaus - Liebhabertier
Wüstenrennmaus Wüstenrennmaus Meriones unguiculatus Liebhaber- und Futtertier
Zwergmaus Zwergmaus Micromys minutus Liebhabertier

Maus

Wühler: Die Wühler stellen neben den Mäusen die zweite Gruppe der Mäuseartigen. Sie sind die ältesten Vertreter des Mäusegeschlechts. Vor 40 Millionen Jahren, zu Beginn des Oligozäns, entfalteten sie sich auf der Nordhalbkugel und verbreiteten sich von dort nach Süden. Die eigentlichen Mäuse (Langschwanzmäuse, Familie Muridae), die sich später ebenfalls auf der Nordhalbkugel aus Wühlern entwickelten, machten dann in der Folgezeit ihren Ahnen den Lebensraum streitig. Viele urtümliche Wühlerformen wurden so bis zur völligen Ausrottung verdrängt oder nach Süden abgedrängt, was das isolierte Vorkommen mancher Wühlergattungen auf der Südhalbkugel erklärt.
Allerdings konnten sich auch verschiedene Wühlergruppen wie z.B. die Wühlmäuse erfolgreich gegen die moderne Nachkommenschaft behaupten, Einige dieser Arten besiedeln die Erde heute in unvorstellbar großer Zahl, besonders solche aus der Gattung der Feldmäuse (Microtus) und der Baumwollratten (Sigmodon). Auch die Lemminge gehören zu den Wühlern mit besonders großer Vermehrungspotenz.
Das Heer der Wühler (etwa 2000 Formen aus rd. 100 Gattungen) gliedert sich in 4 Unterfamilien: 1. eigentliche Wühler, einschließlich Hamster (Cricetinae); 2. Madagaskarratten (Nesomyinae); 3. Mähnenratten (Lophiomyinae); 4. Wühlmäuse (Microtinae).
Während diese Grobgliederung der Wühler allgemein anerkannt ist, gibt es in der weiteren Unterteilung in Gattungsgruppen zwischen den verschiedenen Zoologen strittige Standpunkte.

Die eigentlichen Wühler werden zusammen mit den Hamstern zu einer Unterfamilie (Cricetinae) zusammengefasst. Diese Unterfamilie wird von manchen Zoologen auch als Hamsterartige bezeichnet. Die eigentlichen Wühler und Hamster sind nicht nur die Stammgruppe aller Wühler, sondern der Mäuseartigen überhaupt.

 

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