A - Z  Fachwortregister


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A

Abdomina: Bauchschilder
Abzess: mit Eiter gefüllter Hohlraum, der durch Einschmelzung von Gewebe entstanden ist
Adaption: Anpassung
adult:
geschlechtsreif, erwachsen
Aestivation: Sommerruhe, Trockenschlaf
Afterschild: s. Analschild
Aftersporn: krallenähnl. Gebilde beidseitig des Afters; rudimentäre Reste der Hinterbeine einiger urspründlicher Schlangenfamilien
aglyth: ungefurchte, kanallose Zähne
akarizid: gegen Zecken und Milben wirksam
Akinese: Sich-Totstellen (Form des Abwehrverhaltens)
akrodont: mit dem Kiefer fest verbundene Zähne
Albinismus: erbliche Stoffwech- selstörung, die zu fehlender Farbstoffbildung führt; hellhäutig, weiß
Albumin: Eiweißart
Allantois: embryonaler Harnsack
alternierend: gegenseitig
Amnion: den Keimling schützende Emryonalhülle; Schafhaut; nur bei Reptilien, Vögeln und Säugern
Amnionalhöhle: der vom Amnium umhüllte Hohlraum, in der der Embryo liegt
Amphigonia retarda: verzögerte Befruchtung; Möglichkeit bei weibl. Individuen Samenzellen über einen längeren Zeitraum im Körper lebensfähig zu speichern
Analblase: wasseraufnehmendes Organ der Schildkröten
Anale: After
Analschild: das die Kloake (After) bedeckende geteilte oder ungeteilte Schild
analwärts: zum After hin
Anamnese: Aufnahme des Vorberichts und der Krankengeschichte
Androgene: männl. Sexualhormone, z.B. Testosteron, die in den Hoden bzw. in den Nebennieren gebildet werden
anthrogen: vom Menschen geschaffen bzw. von ihm beeinflußt
Anorexie: Nahrungsverweigerung
Antibiose: Behandlung mit Antibiotika
Antibiotikum:
Medikament gegen Bakterien
antimikrobiell:
gegen Mikroorganismen
Antimykotikum:
Medikament gegen Pilze
antiseptikum:
Medikament gegen Mikroorganismen
Antivenin: Gegengift, Serum
Anus: After
Apicale: s. Rostale
aplazentale Viviparie: Entwicklung im mütterl. Körper und Ernährung des Embryos über Eidotter und mütterl. Energievorräte ohne Mithilfe einer Plazenta. Geburt des Fötus außerhalb des mütterl. Körpers.
aposematisches Verhalten: Signal, Warnverhalten
Appöikation: Verabreichen (von Medikamenten)
aquatil: im Wasser lebend oder das Wasser sehr häufig aufsuchend
Arboreal: Gesamtheit aller Land- schaftstypen, die Bäume betreffend
arborikol: auf Büschen oder Bäumen lebend
Areal: Siedlungs-/Verbreitungsgebiet
Areole: Zentrum einer Schuppe des Carapax (Schildkröte)
arid: trocken, niederschlagsarm
Arterie: Blutgefäß, das das mit Sauerstoff angereicherte Blut vom Herzen wegführt
arteriell: auf Schlagader bezogenes Blut
Arthritis: Gelenkentzündung
Arthropoden: Gliederfüßler (Insekten, Spinnentiere, Krebstiere)
Atrium: Vorkammer des Herzens
Auskultation:
Untersuchung mit dem Stethoskop
Autoinfektion:
Infektion ohne Einschaltung eines Zwischenwirtes oder freilebender Stadien
autuchton: bodenständig, von Natur aus vorkommend
Autopsie: Leichenschau/-öffnung
Autotomie: Fähigkeit abgeworfene Körperteile zu regenerieren (Form des Schutzverhaltens)
Avitaminose: Vitaminmangel
azyklisch: ohne zyklen

Pfeil

B

bakteriostatisch: Bakterienwachstum wird verlangsamt
bakterizid: bakterientötend
Bastard:
Kreuzungsprodukt von zwei verschiedenen Rassen, Unterarten, Arten oder Gattungen
biannuell: zweimal im Jahr
Biotop: gemeinschaftl.  Lebensraum vieler Pflanzen- und Tierarten
bipedal:
auf zwei Füßen
Boreal: kalt gemäßigte Klimazone mit kühlen, feuchten Sommern und kalten Wintern
Bradykardie:
Verlangsamung der Herzfrequenz
Brille:
Bezeichnung für die bei Schlangen zusammengewachsenen Augenlider


C

Carapax: Rückenpanzer der Schildkröte
carnivor: fleischfressend
caudal: schwanzwärts; am Schwanz; den Schwanz betreffend
Checkliste: Auflistung aller nachgewiesener Arten in einem definierten Gebiet
Chemorezeptoren: Sinneszellen, die auf chemische Reize antworten
Choroin: äußere Wandschicht des Amnion
Ciliarschuppen:
Lidschuppen
circadian:
Tagesrhythmus
circannuell:
Jahrerhythmus
Collare:
Halsband
Colon:
Hauptabschnitt des Dickdarms
combat dance:
engl. Kommentkampf
cranial:
schädelseitig; zum Kopf hin; nach vorn
cranio-caudal: vom Kopf Richtung Schwanz
Crepitaculum: Schwanzrassel der Klapperschlange
Cryptodira:
Bezeichnung einer Schilskrötengruppe; die Tiere sind in der Lage Kopf- und Halswirbel in den Panzer zurückzuziehen
Cystotomie: chirurgische Eröffnung der Analblase

Pfeil


D

Darmmykose: Pilzerkrankung des Darmes
defibrinieren
: entfernen des Fibrin aus dem Blut
dehydrieren: Wasser entziehen; austrocknen
Dermaromykose:
Hautpilzerkrankung
Dichromatismus:
unterschiedl. Färbung der Geschlechter
disjunkt:
Teilareal, das von dem übrigen Verbreitungsareal einer Art räumlich getrennt ist
diurnal:
am Tage
divergierend:
entwicklungsgeschichtlich, auseinanderstrebend
dorsal: am Rücken, auf der Oberseite
Dorsalia:
Rückenschuppen
dorsolateral:
oben-seitlich; auf den Rückenseiten gelegen
dorso-ventral:
vom Rücken zum Bauch
Ductus deferens: Samenleiter, Ausführungsgang
Duvernoysche Drüse:
Parotide; bei verschiedenen Nattern veränderte Oberlippendrüse, über die ein toxisches Sekret abgesondert wird


E

Ecdysis: Häutung
Eiretention: s. Retention
Ektoparasit:
Parasit, der an der Körperoberfläche eines Organismus schmarotzt
endemisch:
Bezeichnung für Taxa, die nur in einem natürlich abgegrenzten Gebiet vorkommen
endogäisch:
im Boden lebend
endogen:
innerhalb eines Körpers
Endoparasit:
Parasit, der im Körper eines Organismus schmarotzt
endotherm: warmblütig
Enzym: Ferment; hochmolekularer Eiweißkörper
ephemer:
kurzfristig
Epidermis:
Oberhaut; oberste Hautschicht mehrzelliger Tiere
Epididymis:
Nebenhoden
epigäisch:
auf dem Boden lebend
Epiphyten:
Aufsitzpflanzen; Pflanzen, die auf anderen lebenden Pflanzen siedeln ohne zu parasitieren
Ethologie:
Verhaltenslehre; dient der Erforschung des Verhaltens bei Tier und Mensch
euryök:
nicht an bestimmte Umweltverhältnisse gebunden; sehr anpassungsfähig, daher meist sehr weit verbreitet
Evolution:
Entwicklung; fortschreitender Prozeß, in dessen Verlauf ständig neue Qualitäten entstehen (geologisch, botanisch und faunistisch)
Exkremente:
tierische Ausscheidungen; Kot
exogen:
außerhalb eines Körpers
Exsikkose:
Austrocknung, Dehydration
extrauterin:
außerhalb der Gebärmutter vorkommend

Pfeil


F

fakultativ: nach Belieben
Familie:
systematische Kategorie direkt oberhalb der Gattung; der Familienname wird durch das Anhängen der Endung -idae gekennzeichnet; z.B. Colubridae
Femoralporen:
Hautdrüsen bei Echsen auf der Innenseite der Oberschenkel; während der Paarungszeit bei den Männchen besonders deutlich ausgeprägt
fertil:
fruchtbar
Fertilität:
Fruchtbarkeit
Fibrin:
Blutfaserstoff
Flankenbiss:
typischer Haltebiss von Echsen bei der Paarung, wobei sich das Männchen in die Flanke vor den Hinterbeinen des Weibchens verbeisst
Follikel:
Eierstockbläschen
Fötus:
Embryo
Fraktur:
Knochenbruch
Frontale:
Stirnschild; vergrößerte Schuppe auf der Koptoberseite

Pfeil

G

Gangrän: brandiges Geschwür
Garigue:
Zwergstrauchgesellschaft auf flachgrundigen, steinigen Böden, Felsen, mit Zwiebel-, Knollen- und Rhizompflanzen sowie einjährigen Kräutern, weniger geschlossen als die Macchie
Gattung:
systematische Kategorie, in der mehrere nahe verwandte Arten zusammengefasst werden
Gen:
genetische Einheit, die Teilinformationen zur Bildung eines spezifischen Merkmals besitzt
Genese:
Entwicklung, Erzeugung; Entstehung
genetisch:
erblich festgelegt
GL:
Gesamtlänge
Geomorphologie: Wissenschaft von der Erdgestaltung
Gesamtlänge:
Maß für die Körperlänge von der Schnauzen- bis zur Schwanzspitze
Gesamtverbreitungsgebiet:
Verbreitungsgebiet einer Art; Artareal
Geschlechtsdimorphismus:
unterschiedl. Aussehen zwischen männlichen und weiblichen Individuen in sekundären Geschlechtsmerkmalen
Geschlechtsfixierung:
Geschlechtsentwicklung ohne geschlechtsbildende Chromosomen
Gicht:
Ablagerung von harnsauren Salzen (Uraten) in Geweben
Gewölle:
Ballen aus unverdaulichen Nahrungsbestandteilen, die ausgewürgt werden
Gonaden:
drüsenähnliche Organe, in welchen die Geschlechtszellen gebildet werden
Gondwana:
Gondwanaland; riesiger Südkontinent des Erdaltertums, bestehend aus Südamerika, Südafrika, Australien, Vorderindien und Antarktica und infolge der Kontinentalverschiebung und Abbrüche in den Indischen Ozean seit dem Perm zerfällt
granulär: körnig
gravid:
trächtig
Gravidität:
Zeit der Trächtigkeit, von der Befruchtung bis zum Eintritt der Geburt oder Eianlage
Graviditätsfärbung:
von der Normalfärbung abweichende Färbung trächtiger Weibchen
Greifschwanz:
bei einigen baumbewohnenden Arten ein zum Festhalten umgebildeter Schwanz, eine Anpassung an den Lebensraum
Grubenorgan:
s. Lorealgrube
gular: zur Kehle gehörig
Gularia:
Kehlschilder 

Pfeil


H

Habitat: Wohnung; Wohn- und Standort einer Art
Habitus:
die äußere Gestalt
Halophyten:
salzliebende Pflanzen, besonders an der Küste zu finden
Halsband:
ausgeprägte Schuppenreihe, die quer verlaufend Kehl- und Halsschuppenbereich trennt; Halsband-Eidechsen (Laceridae)
Hämoglobin:
Blutfarbstoff (der roten Blutkörperchen)
Hämolyse:
Austritt des Hämoglobins bei Zerstörung der Zellmembran; Zerfall der Roten Blutkörperchen
hämolytisch:
blutauflösend
hämorrhagisch:
Austreten von Blut aus einem Blutgefäss
hämatoxisch:
Blut zersetzendes Gift
Hauttoxin:
Hautgift
Hemiclitoris:
paariges Geschlechtsorgan bei Weibchen der Echsen und Schlangen
Hemipenis: Begattungsorgan männl. Squamaten; paariges Geschlechtsorgan bei Männchen der Echsen und Schlangen
Hepatopathie:
Lebererkrankung
herbivor:
pflanzenfressend
Herpetofauna:
Gesamtheit aller Amphibien- und Reptilienarten eines Gebietes
Herpetologie:
Lehre von den Amphibien und Reptilien
Hertz:
Maßeinheit für die Stärke von Schallwellen
heterogen:
ungleichartig, verschieden
Hibernation: Ü
berwinterung; Winterschlaf, Winterruhe
Histologie:
Gewebelehre
Homochromie:
Umgebungstracht; durch Färbung an die Umgebung angepasst und dadurch geschützt
homoiotherm:
Warmblüter (Vögel und Säugetiere); Organismen, die ihre Körpertemperatur trotz wechselnder Außentemperatur konstant halten können
humid:
feucht, niederschlagsreich
Hybrid:
s. Bastard
Hybridisierung: Bastardisierung, Kreuzen zweier Arten oder Unterarten
hygrophil: wasserliebend; im feuchten Milieu lebend
Hypophyse:
Gehirnanhangdrüse der Wirbeltiere
Hypoxie: Sauerstoffmangel

Pfeil

 
  I

I.E.: internat. Einheiten, Maßeinheit für Vitamine, Hormone etc.
i.m. (intramuskulär): innerhalb des Muskels
i.v. (intravenös):
in eine Vene
imbrikate Beschuppung:
dachziegelartige, sich an den Hinterrändern überlappende Schuppen
in vivo:
im lebendigen Zustand
induzieren:
verursachen
Infralabialia:
Unterlippenschilder; Sublabialia
Inframaxillaria:
Kinnschilder; Submaxillaria
Ingualfalte: querliegende Hautfalte in der Leistengegend
Inkubation: Erbrüten von Eiern unter kontrollierten Bedingungen
Inkubationszeit: Entwicklungszeit der Eier von der Ablage bis zum Schlupf
Inkubator:
Brutschrank; Behälter zum Inkubieren der Eier mit regelbarer Temperatur und Luftfeuchtigkeit und ausreichender Luftzirkulation
Inselform:
auf Inseln beschränkte Arten, mit oft abweichenden Merkmalen von den Festlandformen
Insemination:
Befruchtung
Integradationszone: Überlappungsbereich zweier Unterarten, die sich miteinander Fortpflanzen und somit Bastarde bilden
Intercalaria: kleinere, granuläre Schuppen, die sich zwischen den Reihen großer Wirtelschuppen am Schwanz befinden
intermediär: dazwischenliegend
Internasalia: zwischen den Nasenlöchern auf der Kopfoberseite liegende Schuppen
interspezifisch:
zwischen unterschiedlichen Arten
interuterin: innerhalb des mütterlichen Uterus
Intoxination: Vergiftung
Intragenerisch:
verwandtschaftl. Beziehung zwischen Arten innerhalb einer Gattung 
intraspezifisch: innerhalb einer Art
intrauterin: innerhalb der Gebärmutter
intravasal: in ein Blutgefäß
Invertebraten: wirbellose Tiere
Inzucht: Fortpflanzung zwischen verwandten Individuen
Iris: Regenbogenhaut des Auges

Pfeil