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Haus- oder Mauergecko - Tarentola mauritanica


(Die Fotos sind per Mausklick zu vergrößern)

Hausgecko Dieser bis zu 16cm große Gecko stammt aus dem Mittelmeerraum. Er bewohnt überwiegend steinige Gebiete und Felswände. Der Mauergecko ist meist in Gewässernähe zu finden.
Der kräftige, gedrungene Körper trägt gekielte Höckerschuppen, die im Nackenbereich eher dornig sind. Die Farbe ist beigebraun mit dunkleren Flecken. Der Schwanz ist hell/dunkel gestreift, die Bauchseite hell bis weiß. - Der Mauergecko hat Haftlamellen an den Füßen und an der 3. und 4. Zehe auch kleine Krallen. Die Weibchen sind in der Lage, diese Krallen zurückzuziehen.

Mauergeckos erreichen ein Alter von 12 (!) Jahren, die Geschlechtsreife tritt mit etwa 3-4 Jahren ein.

Terrarium: Das Becken muß hoch, kann aber schmal sein. Die Rückwand sollte als steinige Kletterwand gestaltet sein, die Unterschlupf- möglichkeiten bietet (auf Kontrollierbarkeit achten). Da die Geckos recht unverträglich sind, ist Einzelhaltung ratsam. Man kann diese Geckos auch frei in der Wohnung halten*), da sie recht ortstreu sind. Auch in der freien Haltung zeigen sie ihr Territorialverhalten, tolerieren sich aber auf engem Raum zum Beutefang unter einer Lampe.
Das Terrarium wird mit Substrat aus Sand-/Erde-Gemisch ausgestattet und leicht feucht gehalten. Als Beleuchtung dienen Leuchtstoffröhren. Ein Strahlungsheizer ist ratsam. Die Rückwand kann mit Efeu bepflanzt werden.

Futter: alle Insekten, Larven, spinnen und Junge von Echsen (auch die eigenen).
Sie trinken aus kleinen Wasserschälchen oder lecken das Sprühwasser auf.

Zucht: nach der Winterruhe (einige Wochen bei 8°C) paaren sich die Mauergeckos. Das Weibchen legt mehrere Gelege im Jahr ab (von Ende April bis Mitte Juli), die aus 1-2 eiern bestehen. Die Gelege werden in Fels- oder Mauerspalten angeheftet, evtl. auch am Boden. Bis zum Schlupf vergehen fünf Wochen bis drei Monate, je nach Temperatur. Die kleinen Geckos haben eine Länge von etwa 5cm. Sie können gemeinsam aufgezogen werden. Die Nahrung besteht aus kleinen Insekten. Später müssen die Jungen getrennt werden.

Lidgecko an Scheune

*) Die Haltung frei in der Wohnung ist kein Problem. Ich hatte in meinem Terrarienraum eine Gruppe von drei Tieren frei laufen. Der Grund war einfach, dass in der dort stehenden Terrarienanlage die Lüftungsgitter für Insekten zu groß waren, so daß sie entwischen konnten (zuvor hielt ich dort Schlangen). Da ich die Terrarien nicht umbauen wollte, entschloss ich mich, die Geckos frei laufen zu lassen. Da der Raum groß und auch verwinkelt ist (Altbau), waren die Geckos schnell "verschwunden". Ich habe zur Wasserversorgung auf einem der Terrarien immer ein Schälchen mit Frischwasser stehen. Hier gebe ich auch von Zeit zu Zeit ein Vitaminpräparat hinein. Futter schnappen sich die Geckos allein. Im Sommer fangen sie zusätzlich Mücken, Schnaken, Fliegen und Falter - eben alles, was sich bei geöffnetem Fenster in Räume verirrt.
Ich habe kein Fliegengitter an den Fenstern angebracht. Es ist nie ein Gecko nach draußen verschwunden. Im ersten Jahr hatte ich Bedenken bezüglich der Winterruhe (da war auch der Raum nicht so richtig warm). Als ich die Geckos dann abends nicht mehr über die Wände huschen hörte, dachte ich, sie wären eingegangen. Aber dem war nicht so. Im Frühjahr saß ich am Tisch, in ein Buch vertieft, da flitzte einer der Geckos über die Wand. Hui, habe ich mich erschrocken ... und gefreut ! Die Geckos haben sich prächtig entwickelt und wurden recht groß. War das Insektenangebot einmal nicht so üppig, wagte ich es, ein paar Heimchen einfach im Raum auszusetzen. Die Heimchen waren immer am Folgetag verschwunden.
Später einmal hatten wir eine größere Menge an Hausgeckos für mehrere Bekannte gekauft. Beim sortieren der Tiere (so etwas macht man natürlich im Büro...) sind zwei oder drei sehr kleine entwischt. Wir hatten keine Chance, sie in dem über 30 qm großen Raum wieder einzufangen. Diese kleinen Kerlchen hatten wir eigentlich abgeschrieben, aber die leben noch immer. Im Büro gibt es keine Spinnen, keine Fliegen und sonstiges Geflatter. Seit wir wissen, dass die Geckos leben, steht auch hier ein Wasserschälchen bereit. - Zu sehen sind sie eigentlich nie, aber nachts hört man sie, wenn sie über die Wände jagen oder wenn sie sich leise rufen.
Wer sich nun Gedanken macht wegen der Kotrückstände kann beruhigt sein. An Wänden und Tapeten findet man selten bis nie Kot. Der trocknet wohl sehr schnell und fällt zu Boden. Den Rest erledigt der Staubsauger. Sollte doch einmal ein kleines Klümpchen an der Tapete zu finden sein, kann man es leicht entfernen (gibt keine Flecken).

 

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© R.Kohlmeyer 1999 - 2004

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