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Leopardgecko - Eublepharis macularius


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leo1 Der Leopardgecko stammt aus dem Bereich Irak, Iran, Afghanistan, Pakistan und NW-Indien. Er bewohnt Felswüsten mit steinigen Böden und geringem Grasbewuchs. Er ist gelb bis violett gefärbt, mit schwarzbraunen Flecken. Die Schuppen auf dem Rücken sind tuberkelähnlich. An den Seiten ist die Beschuppung glatt. Leopardgeckos haben weder Haftlamellen noch Krallen an den Füßen. Der Schwanz ist meist weiß geringelt und fleischig. Wirft ein Leopardgecko seinen Schwanz ab, ist das Regenarat fast immer dunkler gefärbt. Der Kopf ist relativ lang im Vergleich zum Körper. - Die Männchen haben deutliche Präanalporen und breitere Köpfe. Die erreichen Größen von 25-30 cm, die Weibchen bleiben etwas kleiner.

Die Geckos können Laute von sich geben, was sie aber nur zum Verteidigen ihres Reviers tun. Männchen untereinander sind sehr aggressiv, vertragen sich aber problemlos mit ihren Weibchen. - Die nachtaktiven Echsen erreichen bei einer Körperlänge von ca. 15cm (Männchen) und 12cm (Weibchen) die Geschlechtsreife. Sie werden bis zu 10 Jahre alt.

Heute gibt es zu hohen Preisen sehr viele Farbzuchten der Leopardgeckos (wir sahen u.a. einen angeblich Cremefarbenen, der nicht anders aussah als die normalen Tiere, aber das Preisschild gab 750,- DM an) Wie mit allen Farbzuchten ist es auch beim Leopardgecko eine Frage des Geschmacks. Auch die als 'Golden' bezeichneten Geckos sehen nicht immer schön aus, oft ist deren Haut eher glasig ... Mir persönlich gefallen die Tiere in ihrer ursprünglichen Zeichnung immernoch am besten.

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Die Geckos erwachen abends Wasser wird aufgeleckt

Das Terrarium wird als Trockenterrarium mit Steinaufbau (Höhlen) eingerichtet. Man hält ein Männchen mit 1-3 Weibchen zusammen. Da die Männchen auch zu anderen Arten recht aggressiv sein können, sollte man die Leoparsgeckos nie vergesellschaften. Für eine Gruppe von drei Tieren reicht ein Terrarium von 80cm Länge aus. Als Bodengrund wird Kies mit einer Körnung von 3-7mm empfohlen, aber Spielkastensand hat sich ebenfalls gut bewährt. Kletteräste sind nicht erforderlich, da die Geckos nicht sonderlich gern klettern. Sie besteigen aber gern die Steinaufbauten, die gegen Einsturz besonders gesichert sein müssen (die Tiere haben erstaunlich viel Kraft!).

Zur Beleuchtung verwendet man Leuchtstoffröhren oder das Tageslicht. Zur Beheizung kann man ein Bodenheizkabel oder eine Heizmatte verwenden, wenn nötig. Die Temperaturen sollten tagsüber um 30° C liegen, nachts bei 24°C. - Die Luftfeuchtigkeit wird durch tägl. Sprühen optimiert. Während der Eiablagezeiten kann man eine Ecke des Bodens leicht feucht halten.

Ein Wassernapf mit tägl. frischem Wasser ist erforderlich, allerdings lecken die Geckos auch gern Sprühwasser auf. Leopardgeckos trinken aber ebenso aus einem Napf (Foto rechts)

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Futter: Insekten wie: Grillen, Heimchen, Heuschrecken, Wiesenplankton. - Die Leopardgeckos lauern der Beute auf und schlagen bzw. vibrieren dabei mit der Schwanzspitze, wie eine Katze. Dann springen sie recht zielsicher auf die Beute zu um diese mit dem Maul zu packen. Die ausgewachsenen Geckos können auch relativ große Insekten (.z. B. Wanderheuschrecken) mühelos überwältigen.

 

nach Winterruhe

Zucht: Nach einer dreimonatigen Winterruhe (von November bis Februar) bei 15-18°C beginnt die Paarungszeit. Das Weibchen legt immer 1-2 Eier ab. die Eier sind im Verhältnis zum Muttertier sehr groß. Sie werden im Substrat vergraben. Die Inkubation erfolgt bei 29°C. 
Die Aufzucht der Jungen, die beim Schlupf bereits um 7cm groß sind, erfolgt in einem Terrarium mit Strahler und UV-Licht.
Genauere Daten zur Zucht folgen, sobald eine Inkubation erfolgreich abgeschlossen werden kann. bisher gingen alle Gelege verloren, da sie entweder zu spät entdeckt wurden oder verpilzten.

Dieses Weibchen ist nach der Winterruhe erst wieder 
wenige Tage aktiv

Eigene Erfahrungen: Leopardgeckos sind recht interessante Terrarientiere, die sich gut pflegen lassen. Man kann sie besonders in der Abendstunden recht gut beobachten. Da sie nachtaktiv sind, ist dann zwar das Licht im Terrarium erloschen, aber wenn man im Zimmer eine Lampe brennen läßt, stört das die Tiere nicht. - Nachdem sie etwas schlaftrunken ihre Verstecke verlassen, suchen sie ihre Abkotplatz auf. Leoparsgeckos nutzen immer den gleichen Platz zum Abkoten. -Das restliche Terrarium bleibt absolut sauber. Diese Eigenschaft erleichtert die Pflege natürlich auch. Man muß nicht den ganzen Boden absuchen, um alle Kotreste zu entfernen.- Meistens suchen sie danach einen leicht erhöhten Platz auf, der aber noch ausreichend Schutz bietet. In meinem Terrarium habe ich eine große Wurzel liegen, die die Geckos gern für den Aufenthalt nutzen. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, ihnen Futter anzubieten. Dabei sollte man keine zu kleinen Futtertiere anbieten. Bei meinen Tieren mußte ich feststellen, daß Heimchen den Grillen vorgezogen werden. Ein Leckerbissen scheinen Heuschrecken jeder Größe zu sein.
Sind die Futterinsekten alle gefressen, sprühe ich meistens mit warmem Wasser einen Teil des Terrariums leicht aus. Die Geckos kommen dann meist gleich heraus und lecken das frische Wasser von Steinen oder von der Wurzel. Sie haben aber auch kein Problem damit, Wasser aus einem Napf zu trinken.

Häutung Etwas Besonderes ist die Haut der Geckos. Alle Geckos besitzen sehr feine Schuppen. Dadurch besteht eine gewisse Empfindlichkeit gegenüber äußeren Einwirkungen. So werden zum Beispiel die Säuren der menschlichen Haut nicht vertragen. Daher sollte man es vermeiden, die Leopardgeckos unnötig anzufassen. Auch der Schwanz ist recht empfindlich und man darf die Tiere niemals am Schwanz anfassen. Sie würden ihn sofort abwerfen. Sollte es doch einmal zu einem Schwanzverlust kommen, wächst dieser zwar nach (Regenerat), aber er wird meist nicht mehr so schön aussehen, wie vorher.

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© R.Kohlmeyer 1999 - 2001

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