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Wundergecko - Teratoscincus scincus


(Das Foto ist per Mausklick zu vergrößern)

Dieser Gecko stammt aus Zentral- und Mittelasien. Auch in Arabien kommt er vor. Dort bewohnt er die Sandwüsten. Der Wundergecko erreicht eine Größe von etwa 18 cm Gesamtlänge. Er hat kammähnliche Schuppen um die Augen, die ihn vor dem Sand schützen. Seine Körperschuppen sind Fischgräten-ähnlich angeordnet. Man vermutet, daß auch diese Besonderheit seiner speziellen Lebensweise angepaßt ist.  Er hat eine helle Grundfarbe mit dunklen Flecken und Streifen.
Bei Berührung lösen sich die Schuppen leicht ab und der Schwanz bricht schnell. Beides regeneriert sich zwar wieder (Autotomie), man sollte die Tiere aber möglichst nicht anfassen.

wundergecko Haltung im Terrarium: der Wundergecko gilt in der Terraristik zwar nicht als heikler Pflegling, aber er bedarf einer besonderen, aufwendigen Pflege. Er ist daher für Einsteiger in dieses Hobby nicht geeignet!

Man hält ein Männchen gemeinsam mit 1-2 Weibchen. Mehrere Männchen kann man nicht gemeinsam in einem Terrarium halten, da diese untereinander recht aggressiv sind. - Die Geschlechter sind äußerlich schwer zu erkennen. Irgendwelche Poren besitzen sie nicht. Lediglich die Hemipenestaschen sind in Form  leichter Schwellungen erkennbar (ein Vergleich mit verschiedenen Tieren ist zu empfehlen).

Futter: Insekten, Zugabe von Vitaminen und Mineralien und Sepia-Schale (Calciumausgleich).

Das Terrarium soll die Maße von 80x50x50 cm (LxBxH) für ein Paar nicht unterschreiten. Es müssen Temperaturen von 32-40°C (unter Wärmestrahler) herrschen, nachts Absenkung auf 20°C. Die Beleuchtungsdauer beträgt 12 Stunden täglich. - Ausgestattet wird das Terrarium mit Korkrinde als Unterschlupf und Röhren, die in das Substrat eingearbeitet werden. Als Substrat wird eine mind. 15 cm hohe Sandschicht verwendet, der teilweise leicht feucht sein muß, ansonsten trocken. Um dies zu erreichen, benötigt man neben Zeit auch ein gewisses Maß an Fingerspitzengefühl. Nie sollte das Substrat nass sein.
Man kann beispielsweise kleine senkrechte Röhrchen oder Schläuche im hinteren Bereich des Terrariums anbringen, über die ständig ein wenig Wasser unter das Substrat getropft wird. So kommt man dem natürlichen Bedürfnis der Tiere am ehesten nach (untere Erdschichten sind leicht feucht, Oberfläche ist trocken). - Eine evtl. notwendige Bodenheizung wird unter dem trockenen Teil verlegt.

Wundergeckos benötigen eine Überwinterung. Dazu ist es wichtig, daß sie gesund sind (Tierarzt aufsuchen zwecks Kotuntersuchung). Die Geckos werden dem Terrarium entnommen und in kleineren Boxen nach langsamer Umgewöhnung für 8-10 Wochen bei 8-10° C gehalten.  Nach dieser Zeit erfolgt in umgekehrter Reihenfolge die Umgewöhnung an die üblichen Bedingungen.

Zucht: nach der Überwinterung kommt es bald zur Paarung und zur Eiablage. Die Weibchen vergraben die jeweils zwei Eier meist im Sand, manchmal legen sie die Gelege auch frei im Terrarium ab. Während des Sommers legen sie bis zu vier Gelege.
Die Jungtiere zieht man unter gleichen Bedingungen auf, allerdings sollte die Temperatur etwas geringer sein, als im Terrarium der Eltern.

 

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