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Pflegebericht über JONAS, den Iguana iguana (Grüner Leguan)
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1. Tag: 19.10.1999 - 08.25 Uhr

Telefon klingelt - verdammt, hab die ganze Nacht an meiner neuen Homepage gebastelt, wer stört denn jetzt? 'Mein' Zoohändler! "Nanu, ich komm doch nachher. Was brauchst Du denn noch extra?" frage ich, bemüht mir meine genervte Laune nicht anmerken zu lassen... "Deine Hilfe, ich hab ein Riesenproblem..."

Er hatte ein Riesenproblem! Ein Grüner Leguan, der dort seit etwa zwei Wochen auf einen neuen Besitzer wartet, war erkrankt. Na ja, vielleicht ist er gar nicht richtig krank - immerhin: das Tier hat Milben und sehr akute Häutungsprobleme. - Mir war das mit der Häutung ja schon letzte Woche aufgefallen, aber so genau wusste ich das nun auch nicht, Iguanas waren bisher nicht so ganz mein Gebiet.
Um es abzukürzen, er fragte ob ich das Tier nicht in Pflege nehmen könne und versuchen ihn zu heilen. Ja, ausgerechnet ich! Ich weiß zwar, wo und wie sie leben, was sie fressen (so in etwa wenigstens) und wie sie aussehen, aber dann hört's auch auf. - Auf der anderen Seite ist ja klar, daß der arme Kerl nicht im Laden sitzen kann. Terrarium hab ich auch leer ... aber: schaffe ich das? Erbitte Bedenkzeit.

8.50 Uhr
Wieder Telefon - wieder Markus, mein Händler. Logisch, dem Tier muß geholfen werden. Geht nicht im Laden. Versuch ich's oder laß ich's ? - Das arme Vieh - nein, ich versuche es. "JA ! Besorge was zum Transport (immerhin 45 km, und warm ist es draußen auch nicht mehr), ich komme nicht mit dem Pferdehänger!" "Jo, geht los..." jubelt er fast.
Terri-Heizung an, Licht an, Sand raus, desinfizieren alles, Zeitung rein, Korkäste abgespült, fertig. Nein, ein Kaffee muß noch sein, unbedingt. - Mein Mann war irgendwie wohl angetan von meiner Aktion, jedenfalls fuhren wir gemeinsam los.

11.55 Uhr
Wir kommen im Laden an. Oh ja, der kleine Kerl sieht nicht glücklich aus. Klein? Nein, nicht klein für mein Verhältnis. Meine größten Echsen sind die Blauzungenskinke mit ca. 50 cm. Die empfand ich bisher als Riesen. Der Iguana ist wohl so etwa 90 cm lang, oder mehr?
Was frisst er denn am liebsten? Spinat, den mag er gern! Spinat? Wo um alles in der Welt bekomme ich Spinat her? Wir wohnen auf dem Lande ... SPINAT !!! Der Leguan kommt in eine vorgewärmte Styro-Box und auf geht's. Der Händler ist überglücklich über unsere Hilfe und wir verlassen mit etwas gemischten Gefühlen den Laden. Spinat, ausgerechnet! Morgen wäre ja Wochenmarkt ... Das Thema beschäftigte mich irgendwie während der ganzen Fahrt. - Zu Hause war das Terrarium schon gut durchgewärmt, die Temperatur stimmte. Der Bursche konnte einziehen. Erst mal einsprühen mit Ungezieferkiller und dann behutsam ins neue Terrarium gesetzt. Wasserbecken 'rein, und in Ruhe lassen für heute.

15.00 Uhr
Bücher wälzen - Spinatthema. Da steht auch gleich was: Spinat wäre nicht gerade gesund meint der Autor. Kann stimmen. Das lasse ich also mal lieber. Heute hat er ja auch schon gefressen. Also soll er sich in Ruhe an das Terrarium gewöhnen.
Macht er denn auch. Erst mal die Rückwand betrachten. Dann traut er sich unter die Wärmelampe. Schön. Wird ihm gut tun ... den Milben auch ... aber irgendwo muß man anfangen! Etliche von den kleinen Ekeln liegen schon auf dem Rücken am Boden ... hihi ... das ist gut! So soll's sein! Die Milben sind schnell in den Griff zu bekommen. Über die Hautfetzen muß ich mir noch Gedanken machen. Am Schwanz hat er leider auch schon Einschnürungen, leichte, aber sichtbar. Morgen werde ich ihn baden und evtl. mit Babyöl einreiben. Solange er hier zu Gast ist, werde ich ihn JONAS nennen.

17.00 Uhr
Mein Mann hat schöne Karotten mitgebracht und Eisbergsalat. Also gibt's morgen Karotten-Salat und Kiwi als Nachspeise. - Ab und zu kuckt Jonas ja schon mal vorsichtig zu mir 'rüber. Aber sobald er meinen Blick bemerkt, ist der Kopf weg ...

2. Tag: 20.10.1999

Jonas hat offensichtlich gut geschlafen. Er sitzt jetzt wieder unter dem Wärmestrahler und genießt die Ruhe. Mittags futtert er die Weintrauben von gestern ... heimlich damit ich es nicht merke.

17.00 Uhr
Zeit für das versprochene Bad. Zum Glück (weise Voraussicht) habe ich vor einiger Zeit eine Babywanne vom Sperrmüll gerettet, eigentlich war sie für die Bartagamen gedacht ... die kommt jetzt wie gerufen. Der Fotoapparat liegt geladen bereit. Peter wurde als Fotograf engagiert, Badehandtuch auf die Heizung, Pflanzenöl bereitgestellt, warmes Wasser in die Wanne. Wanne auf den Küchentisch, Hunde weggesperrt. Jonas geholt. Er will sogar auf den Arm, na denn! Jonas vorsichtig übers Wasser gehalten, Schwanz ist naß. Ja, fühlt sich gar nicht so schlecht an, denkt er anscheinend. Etwas tiefer gehalten geht's auch noch.
Iguana1
Dann lasse ich ihn langsam ganz in die Wanne. Ich halte ihn nur leicht mit einer Hand, zur Sicherheit. Mit der anderen Hand lasse ich langsam und behutsam Wasser über seinen Rücken laufen. Es klappt. Peter macht ein paar Fotos ... das gefällt Jonas nicht ... wieso jetzt Gewitter? Also lassen wir das mit den Fotos erst mal sein. Jonas wird wieder ruhig. Ich darf seinen Körper berühren, aber weder Beine, Unterseite noch Schwanz. Sofort beginnt er sich zu krümmen und mit den Vorderbeinen zu 'scharren'. Ich lasse diese Versuche erst einmal sein. Er soll ja nur baden ... die großen lockeren Hautlappen auf dem Rücken lösen sich, einige fallen ab. Schön ... Jonas liegt nun völlig entspannt in meiner Hand. Wasser darf auch seinen Kopf berühren. Gut, denn auch dort ist er schlecht gehäutet.

 

Jonas4 Wir machen das so eine ganze Zeit, dann versuche ich langsam und vorsichtig, seinen Bauch zu streicheln. Er läßt es zu. An die Beine darf ich nicht ... er faucht böse ... den vorderen Schwanzbereich kann ich jetzt anfassen. Es lösen sich mehr und mehr der lockeren Hautfetzen. Der Rücken sieht jetzt schon gut aus und der Leguan ist schon wieder als grünes Tier zu erkennen. Ich versuche wieder, an die Beine zu gelangen. Erst die Hinterbeine ... er gestattet es. Ich kann ihn von fast der gesamten alten Haut befreien. Die Vorderbeine? Ich wage den Versuch. Er schaut zu meiner Hand, dreht den Kopf wieder gelangweilt weg ... nun mach man ... ich mache. Auch die Vorderbeine darf ich jetzt anfassen und die lockeren Hautreste entfernen. Allmählich gestattet er mir, mich dem Schwanz zu nähern. Vorsichtig versuche ich mein Glück, ich will sein Vertrauen nicht mißbrauchen.

18.10 Uhr
Nun ist es genug für heute. Wie kriege ich ihn jetzt abgetrocknet? Versuchen ist die Parole. Handtuch (jetzt schön warm) auf den Tisch, Jonas vorsichtig und langsam aus dem Wasser gehoben - auf das Handtuch gesetzt. Handtuch locker um ihn gelegt ... er hält völlig still. Ich nehme ihn (eingewickelt im Badetuch) auf den Arm, weil ich ihn erst mal aufwärmen möchte. Nur sein Kopf und der lange Schwanz sind noch zu sehen. Jonas scheint es förmlich zu genießen. Er kuschelt sich fest an meinen Körper. Mit meinem grünen Baby auf dem Arm verweile ich erst mal ein paar Minuten, damit er trocken wird. Ja, Stolz erfüllt mich auch, klar! Ein Blick in die Wanne zeigt meinen/unseren Erfolg ... es schwimmen da eine Menge alte Hautfetzen. Armer Jonas. Was muß er gelitten haben. Aber von Milben keine Spur mehr ... wieder Stolz ... alle Krabbelviecher hin.

 

jonas5 18.30 Uhr
Jonas kommt nun samt Badetuch wieder auf den Küchentisch. Einölen. Ich nehme etwas Pflanzenöl in die Hand, lasse es über seinen Rücken träufeln und verteile es gleichzeitig. Er mag es! Langsam streiche ich seinen Körper ein, dann die Beine und den Kopf, aber nur wenig dort. Die Kinnlappen lasse ich heute noch aus, er soll ja erst mal Vertrauen zu mir aufbauen. Nun decke ich seinen Körper wieder mit dem Handtuch ab, damit er nicht kalt wird und arbeite mich mit dem Öl in Richtung Schwanz vor. Das Ende läßt er mich nun abfassen. Es lösen sich kleine Teile der Haut. Auch hier finde ich zwei alte Hautschichten. Das letzte Drittel des Schwanzes kann ich fast vollständig von der Haut befreien. Dann hat Jonas keine Lust mehr. Er wird unruhig ... ich denke, für heute ist es genug. Er darf wieder in sein Quartier unter seine Sonne. Dort platziert er sich dann auch sofort und räkelt sich genüßlich.
19.10 Uhr
Jonas schaut nun nicht mehr zur Seite, wenn ich zu seinem Terrarium gucke. Schön, vielleicht erkennt er mich ja schon und weiß, daß ich ihm nichts Böses will.
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3. Tag: 21.10.1999

Heute morgen sieht Jonas zufrieden aus. Leichte Hautablösungen am Rückenkamm und am Körper sind wieder sichtbar. Mal sehen, was das heutige Bad bringt.
Zu Futtern gibt es Salat und Karottenschnitzel, aber so richtig begeistert scheint er von dem Mahl nicht zu sein. Wir verzichten auf das Bad - in der Hoffnung, daß der Jonas doch noch Hunger bekommt.

4. Tag: 22.10.1999

Muß geschäftlich weg und so bleibt keine Zeit für ein ausgiebiges Bad. Dafür gibt es wieder Karotten und Salat zu futtern. Jonas macht einen zufriedenen Eindruck, von den Milben ist nach wie vor nichts zu sehen. Abends sprühe ich das Terrarium zusätzlich mit warmem Wasser aus. Der Leguan genießt die Dusche.

5. Tag: 23.10.1999

jonas2

Genug Karotten, heute gibt es Mango. Scheint sehr lecker zu sein. Jonas verputzt eine viertel Frucht. Abends hat er dann gekotet. Alles in Ordnung.

Das Foto hier ist zwar leider unscharf, aber es ist doch gut zu sehen, daß der Leguan etwas wenig auf den Rippen hat...

6. und 7. Tag: 24.-25.10.1999

Jonas hat seine Ruhe. Er frißt, wenn auch wenig. Am zweiten Tag bekam er Mango mit Haferflocken. Er hat es gefressen, nachts dann den Rest auch...

8. Tag: 26.10.1999

Heute ist wieder Badetag. Jonas möchte nicht aus seinem Terrarium heraus. Er faucht und versucht, sich festzukrallen. Das gelingt ihm aber nicht. Das Bad genießt er dann wieder. Heute kann ich einige der Kammschuppen freilegen. An den bereits 'enthäuteten' Körperstellen löst sich teilweise wieder Haut ab. Es sind noch mal mindestens zwei Schichten. Also steht fest, daß der Leguan sich wenigstens viermal nicht richtig gehäutet hat. Am Schwanz bricht eine der harten Stellen auf, es gibt eine kleine Wunde. Vorsichtig streichen wir die Verletzung mit Betaisodona-Salbe ein. jonas8

 Neben dieser Stelle ist die Haut sehr dünn und leicht grau. An den Beinfalten befinden sich noch immer panzerdicke Hautreste. Als sich ein Stückchen davon löst, stellen wir fest, das die junge Haut auch hier grau schimmert. Wir hoffen, daß sich das alles einspielt und bis morgen verschwunden sein wird.
Abends beim Chat erzählen mit Stefan Schemmick und 'Sonny', daß diese grauen Flächen von dem Milbenbefall kommen. Hier ist die Haut bereits stark angegriffen.
Das Schwanzende sieht tot aus: Nekrose. Da muß ein Tierarzt ein Stück amputieren, wie mir scheint. Schade, er ist ein schönes Tier ... eigentlich ... aber das erwähnte ich wohl schon.

11. Tag: 29.10.1999

Jonas versteckt sich nun zwischendurch manchmal in der dicken Korkröhre. Wie ich gelesen habe, ist das ein normales Verhalten und in Ordnung. Ansonsten verbringt er den Tag mit Beobachten und schlafen. Ich kann ihn heimlich dabei beobachten, wie er zum Wasser geht und trinkt. Nur bemerken darf er meine Blicke nicht, dann schielt er verstohlen zur anderen Seite und tut, als wäre nichts gewesen...
Zu futtern bekommt er heute eine halbe Zucchini, in kleine Stücke geschnitten. Ich denke, es ist viel zuviel, aber versuchen will ich es. Der Teller steht noch gar nicht ganz im Terrarium, da ist Jonas schon da. Nanu? Was ist das? Er frißt, obwohl ich nur knapp 2m vor ihm stehe. Ist doch eigentlich nicht seine Art ... schon hüpft er auf seinen Lieblingsplatz. Na, ob's ihm doch nicht schmeckt? Abwarten. Eine halbe Stunde später ist der Teller fast leer. Kurze Zeit später ist alles aufgeputzt, auch die Stückchen, sie er verstreut hatte. Ich bin stolz! Eine halbe Zucchini! Abends erzähle ich Thomas Tümmers davon. Er sagt mir, daß die Grünen Leguane dieses Futter sehr gern fressen. - Ja, das kann ich bestätigen!

12. Tag: 30.10.1999

Heute früh liegt Jonas wieder in der Korkröhre. Eigenartig ist es schon, irgendwie habe ich immer Angst, er könnte gestorben sein. Deshalb öffne ich dann immer mit gemischten Gefühlen das Terri und berühre seinen Schwanz, der ja immer irgendwo 'rausguckt. Jonas zuckt dann jedes Mal leicht und 'rutscht' ein paar Zentimeter vorwärts. Ein totes Tier kann nicht zucken, also alles in Ordnung.
Gebadet wird heute auch. Nachmittags arbeite ich noch etwas an meiner Page ... das Terri mit Jonas steht mir praktisch im Rücken ... ich merke schon, daß er munterer wird. Es hat sich an seinem Kopf schon wieder Haut gelöst. Er versucht, sie abzuscheuern. Auch habe ich den Eindruck, daß er 'zum Spaß' durch sein Terrarium spaziert ... mit vernünftiger Körperhaltung und ohne schleifenden Bauch!
Abends will ich ihn baden. Grade hat er sich in sein Wasserbecken entleert. Schön, besser als neulich - und ins Wasser ... auch nach Leerbuch ... Badewanne steht parat ... Terri auf ... aber der Jonas regt sich auf, schnappt nach meiner Hand und schlägt mit dem Schwanz. JONAS LEBT !!! Ich lasse ihn im Becken ... er verhält sich endlich normal! ... Freude !!!
ZucchiniBelohnung: Es gibt wieder Zucchini zu fressen. Klar, was sonst? Als Zugabe bekommt Jonas ein paar Blätter Eisbergsalat und Vitamine in Flüssigform. Da er gestern seine Portion innerhalb weniger Minuten verspeist hatte, schneide ich ihm etwa eine Dreiviertel Zucchini zurecht plus drei große, knackige Salatblätter. Ich will wissen, wie viel er nun frißt, wenn er genug im Napf hat. Die Schüssel steht noch nicht richtig am Platz, da kommt Jonas schon gierig an. Hatte er etwa wirklich Hunger? Er futtert etwas Salat und einige Stücke Zucchini, dann erst mal unter den Wärmestrahler ... das kenne ich schon ... er wartet, bis ich nicht mehr zusehe. Stimmt, aber ich schiele doch ... er bemerkt es prompt ... Futterpause! Jonas ist ein lustiger Kerl.
Und heute ist meine Hoffnung sehr gestiegen, daß er das ganze Dilemma doch noch gut überstehen wird.

16. Tag: 03.11.1999

Jonas wird ständig aktiver, zwar in kleinen Schritten, aber immerhin! Er frißt schon recht gut, am liebsten nach wie vor Zucchini und Eisbergsalat, aber Paprika und Kiwi verschmäht er auch nicht. Mit der Häutung geht es schleppend voran, aber immerhin. Wenn man bedenkt, wie er noch vor zwei Wochen aussah, dann hat er sich kräftig 'gemausert'. Wenn er ganz futterfest ist, kann er zurück. Ich denke, das wird wohl in ca. einer Woche der Fall sein. Mal sehen...

18. Tag: 05.11.1999

Der Leguan scheint ein Spätaufsteher zu sein. Er kommt immer erst gegen Mittag aus seiner Korkröhre und setzt sich verschlafen unter den Strahler. (Dafür kommt er abends spät zur Ruhe. Ein Nachtleguan ...) Mit einem Auge schielt er dann zum Futternapf, ob sich der Abstieg dorthin lohnt.
Heute wird wieder gebadet, trotz allen Widerstandes. Der Schwanz fühlt sich irgendwie noch immer sehr hart an, obwohl er wieder einigermaßen Farbe hat. Die in Büchern beschriebene 'leicht zusammengedrückte Form' kann ich ebenfalls nicht feststellen. Der Schwanz ist eher rund.

21. Tag: 08.11.1999

jonas9 Jonas ist insgesamt munterer und verhält sich jetzt arttypisch - er droht, wenn man ihn anfassen will. Zum Schlafen verkriecht er sich in die Korkröhre, beim Fressen passt er auf, daß er nicht beobachtet wird und er kotet im Wasser ab. Wenn er Hunger bekommt, scharrt er an der Frontscheibe des Terrariums, bis sein Napf wieder gefüllt vor ihm steht.
Heute morgen mußte ich leider feststellen, daß sich wieder dicke Hautschichten vom Schwanz zu lösen beginnen. So langsam verliere ich den Überblick, wie viele Schichten er nun bereits abgeworfen hat, seit er hier ist: sind es fünf, sechs, sieben oder acht? Ist das die Erklärung dafür, daß sich der Schwanz noch sehr hart anfühlte?
Das nekrotische Schwanzende trocknet nun richtig ein. Es sieht nicht besonders gut aus. Insgesamt gefällt mir der Leguan heute nicht so gut. Seine mühsam erkämpfte gelb-grüne Farbe ist heute leider auch wieder eher als graugelb zu beschreiben.

23. Tag: 10.11.1999

Es ist jetzt klar, weshalb Jonas seine Farbe verloren hatte: ich denke, er hat/hatte Schmerzen. Die Sorge um den Schwanz hat sich heute weitestgehend erledigt . . . Jonas sollte baden, das Wasser war bereit . . . er wollte, wie üblich, nicht gern aus seinem Terrarium heraus. Ich nahm ihn (heute mit Handschuhen) auf den Arm und wollte ihn langsam ins Wasser setzen. Da begann er wie wild mit dem Schwanz zu schlagen. Dabei brach der Schwanz ab! Er hing noch an einem dünnen Hautfetzen . . . mein Mann zog ihn ganz ab (mit sehr gemischten Gefühlen). Die Bruchstelle liegt etwa 2cm im 'gesunden' Bereich, somit hoffe ich, daß damit das Thema Nekrose erledigt ist, aber wer weiß . . . Aus dem Bad wurde somit nicht viel. Er war zwar noch kurz im Wasser, aber wir hielten es für besser, die Wunde zu desinfizieren und ihn wieder ins Terri zurückzusetzen. Eigentlich hätte ich ein Foto von der Wunde schießen müssen, aber das käme mir vor wie Sensationsjournalismus . . . nein, das muß nicht sein!
Jonas tut mir wahnsinnig leid und mein Magen und die Knie flattern noch jetzt. Aber es ist so sicher besser für das Tier, der Schwanz wäre ja eh verloren gewesen (*heul*). Ich habe den Händler gleich informiert über den Stand der Dinge. Er hat bereits einen Interessenten gefunden, bei dem Jonas es endlich richtig gut haben soll. Ich wünsche es dem Tier von Herzen!
Zum Ausgleich der Strapazen bekommt mein grüner Freund heute wieder sein Leibgericht: Zucchini ! Als Leckerei gibt es ein paar rote Weintrauben und etwas Birne. Jonas freut sich und futtert fleißig.
Abends im Chat erfahre ich von Stefan Schemmick, daß die Wunde vermutlich innerhalb von einer Woche zugeheilt sein wird. Er meint auch, daß die verbliebene Schwanzlänge -knapp 20cm sind weg- ausreichend ist, das Tier also nicht unter Mängeln zu leiden haben wird (der Schwanz ist ein wichtiges Fettreservoir). Ich lerne, daß ein Verlust des kompletten Schwanzes bei einem Leguan (sicher auch bei Agamen) zum Tode führen kann, weil eben diese Fettreserven verloren gehen. - Danke Stefan!
Und wenn ich darüber nachdenke fällt mir ein, daß mein großer Bartagamen-Mann ja nur noch etwa die Hälfte seines Schwanzes besitzt. Es wird mir jetzt klar, warum er wesentlich häufiger Fressen aufnimmt als die Weibchen. Er wird es folglich tun müssen, da er weniger Fette speichern kann - logisch...

24. Tag: 11.11.1999

Ich bilde es mir sicher ein, aber mir kommt Jonas heute etwas 'farbiger' vor ... Die Schwanzwunde sieht heute ganz gut aus, es ist trocken und leicht 'überschorft'. Außer Salbe 'draufstreichen, machen wir heute nichts mit ihm. Das Menü des Tages: Zucchini, Eisberg- und Feldsalat, garniert mit Williams-Christ-Birne und roten Trauben.

25. Tag: 12.11.1999

ZucchiniJonas liegt müde auf seiner Korkröhre und döst vor sich hin. Das Obst von gestern liegt noch im Napf. Na denn eben nicht ... er scheint kein Obstesser zu sein ... allerdings ist sicher: Jonas liebt Zucchini und Salate.
Wundversorgung, Wasserbecken auffrischen und Füttern, das war der heutige Tag.

 

28. Tag: 15.11.1999

Heute ist der Leguan noch da. Er ist ja ein netter Kerl, da gibt's nichts. Aber mir wäre er zu groß und zu ungestüm. Eine Haltung in einem Terrarium unter 2m Länge und entsprechender Höhe könnte ich mir für so einen Grünen Freund nicht vorstellen. - Jetzt, wo es ihm sichtlich besser geht, merkt man deutlich, daß er klettern möchte und Freiheit benötigt. Das kann ich ihm nicht bieten, habe ja noch meine eigenen Tiere. Er soll sich außerdem auch nicht wieder am Schwanz verletzen.
Es hat jetzt eine Häutung eingesetzt. Ich würde sagen, es ist eine 'echte' Häutung, der Zeit angemessen (schließlich wohnt er schon seit einem Monat hier). Die gesamte Haut ist weich und an einigen Stellen eben grau und eingerissen - ganz normal. Schön wäre es ja, wenn er es diesmal ganz ohne fremde Hilfe schaffen könnte ... bis auf die Kammschuppen natürlich - da sitzt ja zum Teil noch der alte 'Müll' drauf ... aber ansonsten hat er gute Chancen. Ich werde nicht eingreifen, so lange es geht. Schön sprühen natürlich, aber scheuern soll er erst mal selbst.
Die Schwanzwunde sieht gut aus, völlig trocken und geschlossen. Ich mache da jetzt nichts mehr dran, er soll seine Ruhe haben und sich noch ein wenig verwöhnen lassen ... mit Zucchini, versteht sich!

Muß noch etwas ergänzen abends: Jonas liegt gerade genüßlich auf seiner dicken Korkröhre. Neben ihm (unterhalb) der Futternapf. Er reckt sich schräg 'runter, um ein Stück Zucchini zu erwischen, angelt es heraus, hangelt zurück nach oben und verspeist es. Zum Abschluß leckt er sich genüßlich mehrfach über die Lippen, döst kurz - und beginnt von Neuem. Ein Anblick ist das, köstlich...

29. Tag: 16.11.1999

jonas11 Die Pflegezeit neigt sich dem Ende. Jonas bekommt bald ein neues Zuhause. Jetzt findet er hoffentlich endlich auch innerlich seine Ruhe. Ich wünsche es ihm jedenfalls!
Unbedingt werde ich für den neuen Besitzer eine Liste mit Jonas' Lieblingsfutter schreiben: Zucchini, Zucchini, Mango, Paprika, Zucchini, Eisberg- und Feldsalat, Zucchini, Salatgurke, Petersilie und andere Kräuter, ein paar reife (!) rote Weintrauben, Karottenschnitze, ach ja: und Zucchini. KEINEN Spinat, KEINE Birne, KEINEN Babybrei! Aber eines darf NIE, NIE fehlen: Zucchini !!! 

Vitamin-/Calcium-Zugaben sind o.K. Über Zucchini gestreut, frißt Jonas alles mit, vermutlich sogar Babybrei...
Hat er weitere Vorlieben und Gewohnheiten? Jaaa, er schläft lange und geht spät schlafen (könnte von daher wirklich zu mir passen...). Er schlummert gern in einem Versteck und mag dort überhaupt nicht gestört werden. Tagsüber genießt er das feucht-warme Klima seines Terris ... er sonnt sich gern unter dem Wärmestrahler ... wenn er nicht gerade damit beschäftigt ist, zu fressen ('na, was frißt er wohl?) oder ins Wasserbecken zu koten, was er übrigens ausgezeichnet versteht.
Da fällt mir gerade etwas ein: Sonny und Stefan haben sich schon öfter darüber unterhalten, welches Substrat man am besten für ein Terrarium mit Grünen Leguanen verwendet. Ich hatte die Diskussion nie so recht nachvollziehen können. Jetzt kann ich. Oh ja! Ich kann sogar mitreden -bilde ich mir einfach 'mal ein-. Ich hätte da keine Zweifel mehr, keine Frage, keine Diskussion! Ich würde ganz normale Kleintierstreu nehmen. Die würde ich schön zwischen den Händen auseinander reiben, um eventuelle Holzspäne zu finden und zu entfernen und dann würde ich davon eine Schicht in so ein Terrarium geben. Ich denke, das ist die einzige Chance, um dem Schmutz Herr zu werden, den diese Gesellen produzieren. Dazu wäre es einfach und schnell zu wechseln und man könnte gleichzeitig einem Milbenbefall des Terrariums vorbeugen. - Für mich wäre Bodensubstrat keine Frage mehr...
Nun aber zurück zum Thema: Seit dem Schwanzverlust ist Jonas verständlicherweise etwas scheu, sobald das Terrarium geöffnet wird. Er bräuchte jetzt viel Ruhe, um wieder ein gutes Vertrauen zum Menschen zu gewinnen. Das dürfte jedoch nicht mehr lange dauern: nach meiner Hand schnappt er schon jetzt nicht mehr, obwohl er mir vor wenigen Tagen noch sehr böse war...

33. Tag: 20.11.1999

Es gibt kaum neues zu berichten. Jonas frißt nun fleißig, obwohl es für einen gesunden Iguana iguana seiner Größe mehr sein dürfte. Jedoch hat er Appetit und das zählt viel. Die Häutung schreitet gut voran. Bisher haben wir ihn nicht dabei unterstützt.
Von seinem Käufer scheint keine Spur mehr zu sein. Für das Tier vielleicht besser so, denn wenn das Interesse bereits am Anfang so schwach ist, kann man sich vorstellen, wie weit es in vier Wochen gesunken sein wird. Andererseits wird es Zeit, daß Jonas in ein größeres Terrarium umzieht. Er braucht ganz einfach mehr Platz.

38. Tag: 25.11.1999

Jonas sieht aus wie ein Flugdrachen - die lose Haut steht vom Körper ab, nur noch an den Kammschuppen hält sie fest ... wir werden ihn in den nächsten Tagen (heute oder morgen) wieder baden. Und es gibt eine gute Nachricht: am Samstag kommt eine Frau, die ihn evtl. aufnehmen will. Ein großes Terrarium hätte sie (2x3m) ... von ihrem Mann erbaut. Einen Grünen Leguan wünscht sie sich schon sehr lange ... wenn sie auch ein wenig Sachkenntnis mitbringt, könnte es ja etwas werden ... mal sehen, ob er ihr gefällt ... ich hoffe, Jonas bekommt nun doch noch ein schönes neues Heim und Menschen, die ihn verwöhnen!

41. Tag: 28.11.1999

Tja, es ist Sonntagabend, keine Meldung von den Leuten, die den Jonas ansehen wollten. Ich finde es sehr traurig, daß die Menschen nicht ehrlich sein können und einfach sagen, was sie wollen. Sie hätten anrufen können und sagen können, daß sie nicht kommen, weil ... was-weiß-ich ... nein, Schweigen ist einfacher :-( Sicher ist es das, aber für das Tier auch: man weiß woran man ist mit solchen Typen! Schade, schade!
Zum Ausgleich gibt es heute Karotten, Zucchini und Salat und etwas gekochten Reis. Das schmeckt ihm ganz gut. Wieder so ein Tag: Jonas glücklich im Kork verschwunden, ich sauer am PC ...

42. Tag: 29.11.1999

Nein, ich glaube es nicht: da ruft der Mann heute Abend an und meint, er hätte nicht verbindlich gesagt, daß er kommen würde! Na fein, so was mag ich! Jetzt hat er für morgen zugesagt (verbindlich!) - letzter Versuch.
Jonas pellt sich inzwischen munter aus seiner Haut. Er hat es fast geschafft. Ich wollte ihn ja gebadet haben, aber das Tier ist ziemlich angriffslustig, seit der Sache mit dem Schwanz. Sobald man das Terri öffnet, richtet er sich auf um blitzschnell nach der 'mutigen' Hand des Störers zu schnappen. Gleichzeitig dreht er sich zur Seite und schlägt mit dem Schwanz. Da ich keine neuen Verletzungen riskieren wollte (weder bei ihm noch bei mir), habe ich ihn gelassen. Dafür wird etwas mehr gesprüht und das scheint in Bezug auf Häutung Wirkung zu zeigen.

43. Tag: 30.11.1999

Der Mensch war da und hat den Leguan begutachtet. Kommentar:' Ach der ist ja ganz hübsch, aber dem fehlt ja was vom Schwanz!' Na so was hab' ich noch nicht erlebt ... das wurde ihm vom Händler gesagt und ich habe es ihm am Telefon ebenfalls gesagt. Nun tat er gaaanz unwissend. 'Die Bekannte will einen großen Raumteiler bauen als Terrarium und da sollte er 'rein. Das sieht ja blöd aus, wenn da der Schwanz fehlt ...' Ob DAS blöd aussieht, will ich nicht beurteilen, aber der angebliche Kenner sah etwas blöd aus ... der Schwanz ist da, nur die Spitze fehlt, wie bei fast allen Großechsen ... er müßte als 'langjähriger Schlangenzüchter' wissen, daß man ein Terrarium nicht unbedingt an allen Seiten unverkleidet läßt - wo soll sich das arme Tier denn noch hin verkriechen, wenn es Ruhe haben will? - Thema erledigt, der hätte den Jonas eh' nicht bekommen. Als er mir dann noch erzählen wollte, wie alt der Leguan wäre und ich ihn fragte, woran er das denn sehen könne ('... das sieht man...'), wußte ich über seine Kenntnisse in punkto Echsen Bescheid! Was denken sich die Leute eigentlich, wer sie sind?

44. Tag: 01.12.1999

Heute war es lustig. Ich hatte in einem Zooladen zu tun. Wer kommt da um die Ecke? Der Fachmann von gestern! Nein, was für ein Zufall und er kannte mich schon gar nicht mehr! Lustig. Das hat meinen Verdacht irgendwie bestätigt, daß er ein Tier günstig haben wollte. Nun, falls er noch einmal wegen Jonas zu meinem Händler geht, werde ich ihm die Suppe versalzen. Der soll 'mal schön bei seinen Schlangen bleiben.
Jonas geht es soweit unverändert. Hauptsache ist, er bekommt täglich seine Zucchini, dann ist er glücklich. Inzwischen habe ich diverse Obstsorten ausprobiert ... er steht nicht drauf. Das einzige, was er überhaupt an Obst anrührt, sind ab und an Weintrauben und Mango - aber bitte nicht so oft!

52. Tag: 09.12.1999

Eine Woche keine Meldung - ja, es geht Jonas gut. Es haben sich bisher keine weiteren Leute gemeldet, die den Leguan aufnehmen möchten. Was soll man dazu sagen? Auch wenn mir viele Leser immer wieder sagen: "Behalte ihn doch!" - es geht nicht, ich habe kein Terrarium, das seinen Bedürfnissen entsprechen würde und ich habe auch nicht die Zeit, mich so intensiv um ihn zu kümmern, wie er es bräuchte. Nein, auch hassen tu ich ihn nicht, wieso auch. Er ist nur allmählich etwas lästig. Wir waren auf zwei bis drei Wochen eingestellt - nun sind es fast acht Wochen, die er hier ist.
Natürlich wird er auch weiterhin  verwöhnt. Er bekommt seinen über alles geliebten Zucchini, sofern der Supermarkt welchen hat ... Alles mögliche an Futter wird versucht. Heute gab es Feldsalat. Immerhin, er hat eine ganze Packung verputzt, da gingen die Agamen heute leer aus. Tomate gab es gestern, zusammen mit Zucchini. Er hat mühsam die grünen Stücke 'rausgesucht, die Tomate ließ er schön aufgehäuft liegen ... Für morgen muß ich mir wieder etwas neues einfallen lassen: Zucchini wird diese Woche evtl. nicht mehr geliefert, Eisbergsalat ist zur Zeit sehr schlecht (kaufe ich gar nicht erst) - mal sehen, was wir testen werden.
Übrigens: seine Häutung hat er fast allein bewältigt. Lediglich ein paar hartnäckige Fetzen blieben hängen und der Schwanz ist noch nicht ganz frei, aber da werden wir dann am kommenden Wochenende einmal etwas nachhelfen. Ist doch schon eine tolle Sache, daß er es geschafft hat!

55. Tag: 12.12.1999

Jonas

Hier ein Foto, das zwar nicht 'unseren' Jonas zeigt, aber so sieht er jetzt ziemlich genau aus. Er hat schon ein zartes grün-gelb (wie sein Verwandter auf dem Foto) und auch sonst hat er sich sehr gut erholt.

Hatte ich schon erwähnt, daß er wieder Vertrauen fasst? Ja, er wird wieder ganz umgänglich: etwas skeptisch noch, aber er läßt sich gut anfassen - hat weder Angst noch zeigt er Aggressionen. Er nimmt auch neugierig am Geschehen außerhalb des Terrariums teil und versteckt sich nicht mehr hinter unschuldigen Blicken, wenn man ihn beim Fressen beobachtet!
Ja, fressen tut er, wie schon seit einiger Zeit, sehr gut! Da gibt es überhaupt keine Probleme mehr mit ihm. Wir sind davon überzeugt, daß er jetzt sehr gut erholt ist und, außer das ein paar Zentimeter Schwanz und ein wenig 'Grün' fehlen, sieht er wirklich sehr hübsch aus.

59. Tag: 16.12.1999

Jonas ist zur Zeit leicht beleidigt. Der Grund: es gibt seit einigen Tagen keinen Zucchini! Der Gemüsehändler hatte mir heute zugesichert, wieder welchen zu besorgen ... ungläubig gekuckt hat er auch ... so was - für ein Tier ... wenn der wüßte, daß inzwischen so einige unserer Tiere den Zucchini lieben!
Was macht der Leguan sonst? Nun, eigentlich nicht viel. Er träumt vermutlich den ganzen Tag vom Regenwald ... jedenfalls sitzt er auf der Korkröhre und betrachtet, wie geistig abwesend, die Gegend. Er ist wieder recht umgänglich jetzt, wenn das Terrarium geöffnet wird. Anscheinend hat er die 'schlimmen Zeiten' vergessen. - Ach, es wäre sehr schön, wenn er zu Weihnachten ein Heim hätte, wo er bleiben kann und gut versorgt wird. Ich werde heute einmal ein kleines Plakat entwerfen, daß ich dann im Zooladen anbringen lasse. Es muß doch jemanden geben, der ihn gern haben kann und ihn aufnimmt !
Ja, die Fotos habe ich heute eingebaut. Ich hoffe, die Ladezeit wird dadurch nicht unerträglich ... sorry, aber ich wollte sie nach so langer Zeit nun auch zeigen, später werde ich eine separate Galerie anlegen.

65. Tag: 22.12.1999

Während der vergangenen Tage hat sich nichts Neues ereignet. Die Zucchini-Versorgung ist wieder sicher gestellt ...

85. Tag: 11.01.2000

Nein, liebe Leser! Es hat sich bisher noch immer niemand gefunden, der den Jonas in seine Pflege nehmen möchte. So wird er weiter bei uns verwöhnt.
Ein neues Jahrhundert hat begonnen, aber Jonas interessiert das reichlich wenig ... er begnügt sich mit Schlafen, Fressen und Träumen, wie jeden Tag. Allerdings wirkt er in den letzten Tagen etwas träge ... hoffentlich kommt da nun nicht doch noch eine Krankheit zu Tage ...

90. Tag: 16.01.2000

Wieder einmal warten wir auf einen Interessenten, der sich heute melden wollte. Aber leider wieder Fehlanzeige - kein Anruf. 
Es könnte sein, daß wieder eine Häutung ansteht, deshalb ist Jonas evtl. etwas träger als sonst. Im Allgemeinen geht es ihm gut, er frißt gut und ist munter und aufmerksam.

95. Tag: 21.01.2000

Noch immer ist kein Interessent für Jonas gefunden. Wir werden ihn nun umquartieren in unser großes Terrarium im Wohnzimmer, das zur Zeit noch von Anolis bewohnt wird. Die werden umziehen in eine kleinere Welt. Wir sind uns darüber im klaren, daß er die schönen Grünpflanzen in diesem Terrarium in kurzer Zeit auffressen wird, aber über den Verlust kommen wir wohl hinweg ...

Nicht lange überlegt, abends geht der Umzug los.
Zunächst ging er auf Erkundung. Baum hoch ... Baum 'runter, Pflanzen gekostet ... Futter verwühlt ... vom Ast gefallen (aber nur 50 cm tief), direkt in die Wasserschale ... Baum hoch, diesmal schon sehr viel sicherer ... Baum herab ... fressen ... Baum hoch und unter dem Strahler ausruhen. aufgeregt ist er bei der ganzen Sache nicht, auch als die kleinen Kätzchen vor dem Terrarium Platz nehmen, interessiert es ihn nicht. Wir hoffen, daß es so bleibt. Mal sehen, wie es in den nächsten Tagen weitergeht.

100. Tag - 26.01.2000

Es hört sich vielleicht komisch an, aber es ist nicht auszuschließen, daß Jonas eine Joanita ist. Nach einem intensiven Vergleich mit den Fotos der Iguanas von Andreas Schulz ist es durchaus möglich. Jonas hat nicht so einen wuchtigen Kopf, der Schwanzansatz ist längst nicht so dick, wie bei Andreas' Männchen (obwohl Jonas schon kräftig ist) und auch die Kammschuppen sind nicht so lang. mir kommt es auch so vor, als wäre der Kehllappen bei Jonas kleiner ... bisher hielt ich den für sehr groß ...  sicher, eine klare Aussage kann man nicht machen, solange das Tier nicht untersucht wurde, aber es besteht durchaus der Verdacht, daß es sich um ein Weibchen handelt.

ZucchiniJonas/Joanita fühlt sich allmählich sehr wohl im großen Terrarium. Er/sie sitzt nun gern auf dem Baum - zu sehen gibt es im Wohnzimmer ja auch viel mehr. Er/sie fällt jetzt auch schon nicht mehr herunter, er/sie weiß, wo die Grenzen sind und er/sie hat verstanden und gelernt, was ein Baum ist. 

Ja sicher, er/sie hat nicht vergessen, was Zucchini ist :-) Es ist und bleibt für immer die Leibspeise dieses Leguans. 

104. Tag - 30.01.2000

Jonas/Joanita geht es gut, auch wenn das Klettern etwas Schwierigkeiten bereitet. Er/sie kommt aber ganz gut mit dem neuen Revier zurecht. 
Aber was wunderbar ist: es rief ein lieber Mensch an, der sehr an Jonas interessiert ist. Er wird ihn sich ansehen und dann entscheiden. Er ist langjähriger Terrarianer und von daher wäre es genau der Halter, den Jonas bräuchte. Ich bin gespannt, ob es klappt. 

110. Tag - 05.02.2000

Nein, ich sage es schon nicht mehr, auch dieser Mensch hat es nicht für nötig gehalten, zu erscheinen. Man könnte ja wenigstens das Telefon betätigen und absagen ...

125. Tag - 20.02.2000

Hallo liebe Leser! Ich habe Euch nicht vergessen! Heute melde ich einmal wieder zu Wort. Von Jonas gibt es nichts Neues zu berichten, außer das er wohl einmal wieder zur Häutung ansteht in der nächsten Zeit. - Ich will auch nicht mehr von den Leuten erzählen, die hier anrufen und ihr großes Interesse kundtun, um dann nicht einmal zu einem vereinbarten Termin zu erscheinen! Das Thema wird nicht nur dem Leser langweilig, auch mir und besonders Jonas, könnte er es verstehen :-(
Ach ja, der Iguana ist nun vier Monate hier bei uns. Wenn er bei der Übernahme etwa 1.5 Jahre alt war, dürfte er nun ja schon fast zwei Jahre alt sein - wie die Zeit vergeht ...

Ich will hier aber einmal allen denen danken, die mir in so vielen Mails gezeigt haben, daß ihnen das Schicksal dieses Leguans nicht gleichgültig ist! DANKE an alle für die tröstenden und ermunternden Worte. Sicher habt Ihr alle Recht, eines Tages wird sich bestimmt jemand in den armen Kerl verlieben.

136. Tag - 01.03.2000

Heute gibt's was Lustiges: Jonas ist ausgebrochen! Er hat das Lüftungsgitter heute Nacht aus der Halterung gedrückt (trotz Verschraubung!) und sich Freiraum verschafft, indem er das Wohnzimmer erkundet hat. Dort gefiel es ihm auch sehr gut, er hatte keinerlei Interesse, wieder in sein Terrarium zurückgebracht zu werden. Trotz allen Fauchens ging es aber wieder zurück ... 

145. Tag - 10.03.2000

jonas12 Nachdem Jonas einen erneuten Ausbruch gewagt hat, mußte er wieder zurück in sein Glasterrarium. Das gefällt ihm anscheinend besser ;-)
Wenn man jetzt einmal die oberen Fotos mit denen von heute vergleicht, kann man schon sehen, daß sich der Leguan gut entwickelt hat, meine ich.
jonas13
(Die beiden neuen Fotos können, wie gehabt, durch Anklicken 
vergrößert dargestellt werden.)

153. Tag - 18.03.2000

Trotz vielseitiger Werbung ist der Jonas/Joanita noch bei uns, es gibt aber einmal wieder Interessenten für ihn. Also hoffen wir das Beste. Wie es ihm geht? Ich frage in zwar öfter mal, aber er sagt nichts - aus meiner Sicht geht es ihm gut :-)
Mit dem Häuten klappt es problemlos, fressen tut er sehr gut und zahm ist er auch. Was will man mehr? 

163. Tag - 28.03.2000

NUN DOCH ! Jonas ist verkauft. Er bekommt ein neues Heim und nette Besitzer. Es wird ihm sicher gut ergehen. 
Tschüß Jonas, mach's gut !!!

Danke Euch allen, die Ihr hier mitgefiebert, mitgelitten und mitgelesen habt.

Habe am 22.04.00 erfahren, daß es Jonas sehr gut geht in seinem neuen Heim.
Meldung am 24. Juni 2000: Jonas hat jetzt eine junge Dame bei sich. Wann die Hochzeit stattfindet, 
konnte noch nicht in Erfahrung gebracht werden, aber alle Zeichen stehen auf 'grün' ...

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