Home Übersicht Reptilien

Leguane (Arten Pfeil )


Familie: Kriechtiere Reptilia
Ordnung: Schuppenkriechtiere Squamata
Unterordnung: Echsen Sauria
Zwischenordnung: Leguanartige Iguanidae

Karte Verbreitungsgebiet der Leguane (hellgrün)
- um diese Skizze zu vergrößern, bitte anklicken -

 

Leguane bewohnen einen großen Teil der 'Neuen Welt' und zwar vom südlichen Kanada bis nach Südargentinien und einige Arten leben auf Madagaskar. Leguane und Agamen sind geographisch zwar vollkommen getrennt (nie leben sie nebeneinander), doch sind sie sich zum Verwechseln ähnlich. Ist die Herkunft unbekannt, bleibt nur die Identifizierung anhand der Zähne: Agamen haben ihre Zähne auf den Rändern der Kieferknochen (acrodont) in verbundenen Zahnreihen, Leguane auf der inneren Seite der Kiefer (pleurodont), einzelständig. Leguane können deshalb einzelne   Zähne ersetzen, Agamen nicht.
Große Ähnlichkeiten bestehen somit zwischen Basilisken und Segelechsen sowie Krötenechsen und Wüstenteufel. Ähnliches gibt es auch zwischen Boas (Neue Welt) und Pythons (Alte Welt).

Die Leguane haben sich durch verschiedene 'Tricks' den unterschiedlichen Lebensräumen angepasst. Da spielt die Art und Form der Schuppen ebenso eine Rolle wie auch die Länge des Schwanzes (beim 'Flug' von einem Baum zum nächsten) und die Ausbildung der Füße mit breiten Hautsäumen, die das Laufen über Wasser ermöglichen. Alle Leguane können äußerst gut sehen. Das Auge ist das wichtigste und am besten entwickelte Sinnesorgan dieser Echsen. Sehr wichtig ist auch das Gehör. Der Geruchssinn ist nicht so stark entwickelt, allerdings besitzen die Leguane Riechzellen im Nasengang und auch das 'Jacobsonsche Organ'. Mit diesem Organ können die Tiere ebenfalls Gerüche wahrnehmen.

Die Leguane werden in fünf Unterarten eingeteilt: die eigentlichen Leguane (Iguaninae), die Basilisken (Basiliscunae), die Anolis (Anolinae), die Kielschwanzleguane (Tropidurinae) und die Stachelleguane (Scelopotinae).

Eigentliche Leguane: in dieser Unterfamilie befinden sich die größten Arten der Leguane. Der Schwarze und der Grüne Leguan (Iguana iguana) werden etwa 2m lag. Der Grüne Leguan lebt in den Wäldern Mittel- und Südamerikas. Er verteidigt sich bei Bedarf mit seinem langen kräftigen Schwanz gegen Feinde. Sollte er flüchten müssen, läuft er möglichst ins Wasser, um dort abzutauchen.
Zu dieser Familie zählen u.a. der Fidschi-Leguan (Brachylophus fasciatus), der Wirtelschwanzleguan (Gattung Cyclura), der Chuckwalla (Sauromalus ater), die Drusenköpfe (Conolophus) und die Meerechse (Amblyrhynchus christatus).

Meerechse

Die Meerechse erreicht ein Länge von bis zu 180cm (Fotos links und rechts) und ist ein Seetier, das auf den Galápagos-Inseln beheimatet ist.

 

(Die Fotos können per Mausklick vergrößert dargestellt werden.)

2 Meerechsen



Basilisken: Basilisken sind den Segelechsen sehr ähnlich und werden hier gesondert aufgeführt (s. Artenliste)
Anolis: Die Anolis sind bis auf wenige Ausnahmen (Ritteranolis) die kleinen Vertreter der Art. Auch die Anolis werden in der Artenliste nochmals angeführt.
Kielschwanzleguane: Zur Unterfamilie der Kielschwanzleguane rechnet man die Dornschwanzleguane (Uracentron), die Maskenleguane (Leiocephalus), die Erdleguane (liolaemus) und die Madagaskar-Leguane Oplurus und Chalaradon).
Stachelleguane: Hierzu gehören zahlreiche Arten, zum Beispiel Seitenfleckleguane (Gattung Uta), der Baumleguan (Urosaurus ornatus), die Fransenzehenleguane (Uma), die Stachelleguane (Sceloporus), die Krötenechse (Phrynosoma).

Leguane ernähren sich je nach Art vegetarisch oder von überwiegend tierischer Kost. Die tierische Nahrung besteht aus Insekten aller Art über Echsen bis hin zu Kleinsäugern. Manche Arten ernähren sich ausschließlich von Ameisen und Termiten (Krötenechse) und kommen somit für eine Terrarienhaltung nicht in Frage. Trinkwasser wird entweder direkt aufgenommen oder über die Haut aus der Luftfeuchtigkeit,  je nach Lebensraum.
Die Leguane sind überwiegend tagaktiv. Durch die Sonnenwärme 'tanken' sie ihre nötige Körperwärme auf, da sie nicht in der Lage sind, Eigenwärme zu speichern. So ist ergibt es sich, daß die Echsen eine Winterruhe halten, die von wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten reichen kann. Eine Winterruhe ist auch Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Fortpflanzung.
Der Artenschutz muß unbedingt beachtet werden, bevor man sich mit dem Gedanken der Anschaffung befasst. Zum Teil besteht für Arten eine Meldepflicht bei der zuständigen Behörde (Iguana iguana), zum Teil dürfen die Tiere frei gehalten und gehandelt werden. Einige Leguane sind CITES-pflichtig. Das heißt, man benötigt eine entsprechende Bescheinigung, die auch der Behörde vorzulegen ist. Ob man zur Zucht und zum Handel eine Sondergenehmigung benötigt, muß erfragt werden. - Bitte unbedingt vor dem Erwerb mit der zuständigen Behörde sprechen, da sich die Bestimmungen laufend ändern.

 

Näher beschriebene Arten:

Anolis Anolis - allgemeines -
Bahama-Anolis ... - Bahama-Anolis Anolis sagrei
Ritteranolis ... - Ritteranolis Anolis equestris
Rotkehlanolis ... - Rotkehlanolis Anolis carolinensis
Basilisken Basilisk B. basiliscus, B. plumifrons, B. vittatus
Stirnlappenbasilisken ... - Stirnlappenbasilisk Basiliscus plumifrons
Kronenbasilisk ... - Kronenbasilisk Laemanctus
Chuckwalla Chuckwalla Sauromalus obesus
Erdleguan Erdleguan Liolaemus
Iguana Grüner Leguan Iguana iguana
Bericht Jonas ... - Pflege eines Grünen Leguan über 4 Monate
Halsbandleguane Halsbandleguan Crotaphytus collaris
Leopardleguan Leopardleguan Gambelia wislizenii
Knopf Maskenleguan Leiocephalus personatus
Knopf Glattkopfleguan Leiocephalus schreibersi
Knopf Stachelleguan, Blauer  Sceloporus cyanogenys
Knopf ... - Malachit-Stachelleguan Sceloporus malachiticus
eMail

© R.Kohlmeyer 1999 - 2002

Pfeil