Reptilien Agamen.de

Lepidophyma flavimaculatum - Krokodil-Nachtechsen


Haltungsbericht von Guido Walczak

 

lepido

Ich halte 1,1 Lepidophyma flavimaculatum in einem 80x40x40 Terrarium welches Felsgestein, zwei Kletteräste und grobe Buchenspäne als Bodengrund beinhaltet.

Die Tagestemperatur beträgt zwischen 24-26 ° C, wobei ein Fels, der von einem Spot angestrahlt wird, eine Oberflächentemperatur von 28 ° C erreicht.

Nachts lasse ich die Temperatur um 3-5 ° C sinken. Eine flache aber großflächige Trinkschale wird gern als Bad oder als Tränke aufgesucht und sorgt für hohe Luftfeuchte.

(Vergrößerung per Mausklick)

In Bezug auf die nötige Luftfeuchte gehen die Meinungen verschiedener Halter auseinander.

Viele sind der Meinung, dass 35-50 % ausreichen und wieder andere schwören darauf die Luftfeuchte bei 70-100 % zu halten. Ich habe die ganze Bandbreite ausprobiert und muss sagen, dass die 35-50 % eindeutig zu wenig sind. Die Tiere sind dann fast nur noch im Wasserbecken aufzufinden und fühlen sich sichtlich unwohl. Ob aber nun unbedingt 80-100% notwendig sind wage ich zu bezweifeln. Ich halte meine Tiere bei 50-70 % und denke, dass ich damit ganz gut „fahre“.

Krokodil-Nachtechsen, wie sie mit deutschem Trivialnamen heißen, sind sehr ruhige Tiere die stundenlang auf der Lauer liegen und deshalb bestimmt auch nie solche Beliebtheit wie z.B. Bartagamen erreichen werden. Es ist jedoch um so erfreulicher und spannender, sie in der Dämmerung, welche ich mit einem Automatikdimmer hervorrufe, in voller „Action“ zu sehen. Sie sind erstaunlich flink und wendig. Beutetiere, zu denen Grillen, Heimchen und Spinnentiere zählen, sind innerhalb weniger Zeit „Geschichte“!

Den wichtigsten Vitaminschub bekommen meine Tiere jedoch mit dem Sprühwasser, das lauwarm sein sollte. Da hinein kommt dann Reptisol oder ein ähnliches Präparat (Dosierung siehe Anleitung). Ich sprühe die Tiere teilweise direkt an, sie lecken dann genüsslich das Wasser auf. Natürlich gebe ich auch dem Trinkwasser in der Schale Vitaminpräparat bei.

Das natürliche Verbreitungsgebiet dieser Echsen reicht von Panama bis Nordost-Mexiko wobei hier eher Regenwaldregionen bewohnt werden. Jedoch sind sie auch bis in steppenartige Gebiete mit viel Steinen und Gestrüpp zu finden.

Das absolut besondere an diesen Tieren ist , dass sie lebendgebärend (vivipar) sind und sich sogar eingeschlechtlich (parthenogenetisch) fortpflanzen können. Wahrscheinlich ist es deshalb auch sehr schwer, die Geschlechter zu unterscheiden.

In der Literatur und im Internet ist so gut wie gar nichts über diese Tiere zu finden , sie werden jedoch ab und zu  im Handel angeboten ,deshalb hab ich mich zu diesem kurzen Bericht entschlossen. Falls jemand noch Fragen oder Anregungen oder Kritik loswerden will kann er/sie mich unter guidowalczak@yahoo.de kontaktieren.

Ich würde mich auch sehr über Erfahrungsaustausch mit anderen Lepidophyma-Haltern/-innen freuen.

eMail

© Guido Walczak  01 - 04

Pfeil