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Skinke, Teil II


Karte Tili Verbreitungsbebiet der Blauzungenskinke auf Australien

Mabuya quinquetaeniata,  Scincus scincus,   Eumeces algeriensis,   Tiliqua scinciodes,   Corucia zebrata

(Einige Fotos dieser Seite können per Mausklick vergrößert werden.)


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Tiliqua - Blauzungenskinke

Skink

Tannenzapfenechsen (ebenfalls zu den Blauzungen 
gehörig) fallen, wie viele andere Echsen auch, in 
ihrer Heimat häufig dem Straßenverkehr zum Opfer, 
da sie sich gern zum täglichen Aufwärmen auf dem 
heißen Straßenbelag aufhalten.

skink4

Tannenzapfenskink
skink2.JPG (92230 Byte) Blauzungenskinke - Tiliqua scincoides sind große, kräftige Tiere. Sie erreichen etwa 45cm, davon entfallen 15cm auf den Schwanz. Die Tiere stammen aus Nordwest- und Südaustralien. Die Männchen sind kräftiger gebaut als die Weibchen, haben breitere Köpfe und eine verdickte Schwanzwurzel. Sicheren Aufschluß bezüglich der Geschlechter liefert aber nur eine Endoskopie. 
Die Tiere sind sehr unterschiedlich gefärbt, von braun über silbergrau bis hin zu orange-gelb. Sie tragen schmale oder breite Querstreifen auf dem Rücken, in dunkler Färbung. 
skink3.JPG Die Beine sind im Verhältnis zum Körper sehr kurz und wenn die Tiere sich schnell fortbewegen, nutzen sie meist die Beine nur zum 'steuern', die Bewegungen selbst ähneln eher denen von Schlangen. Auffällig ist die große, breite, blaue Zunge, die ihnen den Namen gab. Mit dieser Zunge nehmen die Tiere Gerüche war, das sieht man deutlich, da sie ständig züngeln. Die Zunge dient aber auch zur Abschreckung von Feinden. Fühlt sich ein Blauzungenskink bedroht, öffnet er sein Maul weit uns streckt die Zunge vor. Dabei wird sie nach oben gerichtet, so daß es aussieht, wie eine große Blüte. Es ist schon ein beeindruckendes Bild.
Meine Tiliquas 


Terrarienhaltung: die großen Echsen benötigen geräumige Terrarien. Eine Einzelhaltung ist am besten, da die Tiere eher Einzelgänger sind. Meine Tiere leben allerdings zusammen und vertragen sich bisher ausgezeichnet. Vielleicht sind ja alles Weibchen? - Als Bodengrund wird ein Erde/Sand-Gemisch 80:20 empfohlen, in dicker Schicht. Aquarienkies (2mm) eignet sich ebenfalls.  Ich halte meine Blauzungen allerdings zwischenzeitlich auf einer dünnen Sandschicht, die mit einer Lage Kleintierstreu überdeckt ist. Das Erde/ Sand-Gemisch habe ich ausprobiert. Es war meiner Meinung nach nicht geeignet, da die Tiere viel koten und viel wühlen. Außerdem war ständig Schmutz im Wasser und auch im Futter zu finden. Die Kleintierstreu ist sauber, sie ermöglicht das Graben und läßt sich mühelos auswechseln. Futter und Wasser werden ebenfalls nicht mehr verschmutzt. Die Temperaturen sollten bei 28°C liegen. Auf konstante Temperaturen muß geachtet werden, da die Skinke zu Erkältungen neigen. Die Luftfeuchtigkeit soll bei 60% liegen. Auch hier muß der Wert eingehalten werden, da höhere Werte zu Lungenentzündung führen können.
Futter: große Insekten (Heuschrecken, Schaben), junge Mäuse, Rinderherz und Dosenfutter (Katzenfutter), Skinkpudding. Manche Blauzungen fressen auch gern einmal süßes Obst, meine auch: Kiwi, Mango und Weintrauben (Banane nicht). Wasser wird zusätzlich aus einem Napf getrunken.

blauzu-skink Meine Tiliquas gingen nur sehr zögernd an das Futter. Es schien gleich zu sein, was ich ihnen anbot, Leidenschaft zeigten sie nie dabei. Von einem anderen Halter bekam ich den Tipp, ein spezielles Futter von Zoo-MED zu probieren. An dieses Futter gingen sie sofort. 
Inzwischen nehmen sie auch Rinderherz sehr gern. Die Futterprobleme scheinen überwunden zu sein.
Gut möglich ist auch, daß diese Skinke, wie sehr viele Echsen, empfindlich auf einen Ortswechsel reagieren.
tili

 

Corucia Der Wickelschwanzskink (Corucia zebrata)

- Näheres folgt  -

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Literatur über Skinke:

'Skinke im Terrarium' von A. Hauschild und P. Gaßner
'Blauzungenskinke' von A. Hauschild und anderen
'Corucia zebrata, der Wickelschwanzskink'  von
A. Hauschild und P. Gaßner
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© R. Kohlmeyer 2000