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Besuch der Schlangenfarm Schladen/Harz


Wie gesagt, die vielen schönen Orte im Harz sind immer einen Besuch wert sind. Wir wollten einmal die Schlangenfarm besuchen. Sie ist in Schladen angesiedelt, in der Nähe von Goslar. - Hat man Schladen erreicht, ist die Schlangenfarm bereits am Orteingang ausgeschildert, damit also leicht zu finden. Parkplätze sind vorhanden und auch der Bordstein zum Gehweg ist teilweise abgesenkt. Das wäre perfekt für alle Rollstuhlfahrer, wenn die Absenkungen nicht von Pkw's verstellt gewesen wären. Naja, ein kleiner Umweg gemacht, und das Problem war gemeistert. - Man geht einige Meter unter großen Tannen zum Eingang. Die Eintrittspreise sind mit 9,50 DM/Erwachsene und 6,- DM für Kinder in Ordnung.
Als erstes sieht man ein sehr großes, ovales Becken, an dessen Seite ein Leguanhaus aus Glas steht. Dieses große Haus ist in der Mitte unterteilt und wird zu jeder Seite von Grünen Leguanen (Iguana iguana) bewohnt. Die Tiere haben dort eine Menge Platz zum Klettern und Laufen. Zum Schwimmen sind jeweils große Wasserbecken installiert. - Der übrige Teil des Ovals ist für Schildkröten reserviert. Hier fallen auch gleich die schönen Bepflanzungen der Anlage auf.
Um dieses Becken herum führt ein Weg, an den die Gebäude angrenzen. Zum Weg gerichtet, sind hier die Terrarien untergebracht, die man alle von außen betrachten kann. Was uns dabei auffiel: die Fenster sind relativ hoch, so daß sie für Kinder schwer einzusehen sind. Auch unser Rollstuhl-fahrender Sohn hatte Probleme, in die Terrarien zu sehen.

Diamantklapperschlange Diamantklapperschlange

Die Terrarien selbst allerdings sind wunderbar gestaltet. In jedem Becken wurde ein Stück Natur nachgebildet, so daß auch ein Betrachter, der sich nicht so sehr mit Schlangen und deren Lebensraum befasst, einen aufschlussreichen Einblick erhält.

Als erstes sieht der Besucher ein Terrarium mit einer Gruppe Kornnattern (Elaphe guttata), dann folgt ein großes Terrarium mit Diamant-Klapperschlangen und weitere Klapperschlangen in verschiedenen Terrarien.

Diamant-Klapperschlangen


Man gelangt zu der Vorführhalle, die immer geöffnet ist. Links und rechts sind Zuschauertribünen vorhanden, geteilt wird die Halle durch ein großes gemauertes Freibecken. Ein ähnliches Oval, wie es auch draußen zu sehen ist. Auch hier gibt es ein Leguan-Haus. Bei unserem Besuch waren die Leguane aber außerhalb des Hauses im Oval. Die Halle dient Vorführungen und Vorträgen, die täglich um 14.30 Uhr stattfinden.

Leguane aus der Nähe Die erste Gruppe der Großechsen lag gemütlich neben dem Haus im Schatten. Sie ließen sich durch die Besucher überhaupt nicht aus der Ruhe bringen und dösten vor sich hin. Sie zeigten uns von dieser Perspektive ihre Hinteransicht, aber auch die war schon imponierend.
Wie man auf dem linken Foto sehen kann, steht das Leguanhaus über dem Boden. Unter diesem Haus konnte man zahlreiche Höhleneingänge sehen, die von den ebenfalls dort lebenden Waranen genutzt werden.
Auf dem Foto rechts ist ein Dumeril-Waran (Varanus dumerilii) zu sehen. Das Tier lag während unseres gesamten Besuches auf dieser Steinplatte und ließ sich nicht stören. Auf dem Foto ist einer der Höhleneingänge (unterhalb des Warans) deutlich zu erkennen.

Dumerilwaran

Leguan auf der Palme Auf einer der zahlreichen Palmen ruhte ein weiterer Grüner Leguan (Iguana iguana). Auch diese Echse ist die Besucher gewohnt und läßt ich nicht stören.
In das Pflanzenmeer wird derzeit gerade ein Teich integriert. An dem Ufer sitzt eine Gelbwangen-Schmuckschildkröte (
Foto rechts).
Wir verlassen die Halle erst einmal wieder, da man nicht um das Oval herumgehen kann. Auf der anderen Seite befindet sich aber ebenfalls ein Eingang, den wir im Anschluß betreten.

Grünanlage

nochmal die Leguane Von dieser Seite aus sind die Leguane wunderbar zu sehen. Ein weiteres Tier können wir unter dem Haus ausmachen. 
Am Ende der zweiten Hallenseite ist wieder ein großes Terrarium. Es ist dem Kontinent Australien gewidmet. Hier gibt es neben wunderschönen Bartagamen (Pogona vitticeps) noch Blauzungenskinke (Tiliqua scincoides) zu sehen.

Bartagamen


Hinweis

Puffotter

Wir verlassen die Halle vorerst wieder und setzen draußen unseren Rundgang fort. In den folgenden Terrarien gibt es wieder sehr viele Giftschlangen zu sehen, aber auch Würgeschlangen werden gezeigt.
Neben den Puffottern (Bitis arietans)) gibt es viele andere Arten von Vipern und Mambas zu sehen, aber wie erwähnt, durch die Spiegelungen ist ein Fotografieren recht schwer.
Und dann endlich: die Gabunvipern (Bitis gabonica)! Es sind meine absoluten Favoriten unter den Schlangen. Nein, ich will keine halten (immer wenn ich von diesen Tieren schwärme, werde ich danach gefragt). mir gefallen diese Schlangen einfach durch ihre majestätische Art und ihr perfektes Aussehen und die Mimikry. Man muß schon sehr genau schauen, will man den Kopf im Laub erkennen. Gabunviper Gabunviper im Porträt
Leistenkrokodile Leistenkrokodil Unser Rundgang führt uns in das Tropenhaus. Hier gab es zunächst zwei Käfige mit Leistenkrokodilen (Crocodylus porosus) zu sehen. Es sind schon recht beachtliche Gesellen. Es ist immer recht beeindruckend, diese Tiere aus der Nähe zu betrachten, wobei der auf dem rechten Foto lächelt, oder?

Leistenkroko im Porträt

Piranha Weiter geht es, vorbei an schön gestalteten Terrarien mit Pythons, Boas und vielen anderen Schlangen. Natürlich dürfen die bekannten Piranhas nicht fehlen. Links sieht man einen bereits recht großen Vertreter (genau Art weiß ich nicht mehr), in einem anderen Aquarium ist ein Schwarm einer kleineren Art zu sehen.

Hier findet man auch Vogelspinnen und Skorpione. Die Skorpione hatten sich alle unter ihre Steine oder in ihre Höhlen zurückgezogen. Die Spinnen waren dagegen aktiv.

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schladen1.jpg (32479 Byte) Langsam wurde es Zeit, für die Vorführung Platz zu nehmen. Wir suchten uns ein Plätzchen und lauschten den Berichten des Herrn J. Hergert. Er erzählte aus seinem Leben und von seiner Arbeit auf seiner Schlangenfarm. Leider wurde keine Entnahme von Schlangengift gezeigt, aber statt dessen führte Herr Hergert mit einer Kornnatter vor, daß Würgeschlangen sehr harmlos sind. Jeder Besucher erhielt die Möglichkeit, die Kornnatter einmal zu berühren, für viele ein recht aufregendes Erlebnis. 

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Er erklärte die äußere erste Erkennung von Gift- und Würgeschlangen (die Pupillen senkrecht oder rund) und nannte die noch bei uns heimischen Arten. Die Anatomie war ebenso Thema wie auch die Sinne und das Verhalten der Schlangen. Der Vortrag war recht interessant gestaltet und sicher wurde dem einen oder anderen Besucher die Hemmung oder die Scheu vor Schlangen genommen.

Abschließend noch ein Blick auf die schönen Anpflanzungen, dann machten wir uns auf den Heimweg.

Grünanlage

 

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